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Spangdahlemer Kampfjets wegen Ukraine-Krise nach Rumänien verlegt

Konflikte : Spangdahlemer Kampfjets wegen Ukraine-Krise nach Rumänien verlegt

Die Nato hat angesichts des russischen Truppenaufmarsches an der Grenze zur Ukraine den Ausbau ihrer Präsenz im östlichen Bündnisgebiet beschlossen. Davon ist auch die Airbase Spangdahlem in der Eifel betroffen.

Wegen der angespannten Situation im russisch-ukrainischen Grenzgebiet und den Sorgen der Anrainerstaaten haben die US-Streitkräfte am Freitag Kampfflugzeuge aus Spangdahlem nach Rumänien verlegt. Die F16-Kampfjets würden auf dem rumänischen Luftwaffenstützpunkt Fetesti die kollektive Verteidigungsposition der Nato stärken, heißt es in einer Mitteilung der US-Airforce. Auf dem Stützpunkt in Rumänien sind bereits italienische Kampfflugzeuge stationiert.

Die zusätzlichen Flugzeuge und Besatzungen aus Spangdahlem werden eng mit den Verbündeten in der Schwarzmeerregion zusammenarbeiten, um die regionale Sicherheit während der derzeitigen Spannungen, die durch Russlands militärische Aufrüstung in der Nähe der Ukraine verursacht werden, zu stärken, heißt es in der Mitteilung. Wie viele Kampfjets aus Spangdahlem verlegt wurden, wurde nicht mitgeteilt.

Auf diversen Internetportalen wurden Radarbilder gepostet, auf denen zu sehen ist, wie Spangdahlemer Kampfjets auf dem Weg nach Rumänien über Polen aufgetankt wurden.

Nach Medienberichten hat die Nato wegen des russischen Truppenaufmarsches an der Grenze zur Ukraine den Ausbau ihrer Präsenz im östlichen Bündnisgebiet beschlossen. Die 30 Mitgliedstaaten hätten in dieser Woche in einem schriftlichen Beschlussverfahren einen entsprechenden Vorschlag der Militärs angenommen.

Die Pläne zielten insbesondere darauf ab, zur Abschreckung Russlands auch in südwestlich der Ukraine gelegenen Nato-Ländern wie Rumänien multinationale Kampftruppen zu stationieren. Bislang gibt es die sogenannten Battlegroups nur in den baltischen Staaten Estland, Litauen und Lettland sowie in Polen.

In Nato-Kreisen wird betont, dass der Ausbau der Truppenpräsenz an der Ostflanke ausschließlich als Reaktion auf das russische Verhalten erfolge.