Sparpaket von Rot-Grün stößt auf Empörung

Sparpaket von Rot-Grün stößt auf Empörung

Das Sparpaket von SPD und Grünen sorgt für Wallung. Die neue Landesregierung will trotz sinkender Schülerzahlen künftig 1000 Lehrer halten, obwohl sie nicht mehr benötigt würden, und 2000 Stellen streichen (der TV berichtete).

Lehrerverbände sind empört und verweisen auf das SPD-Wahlprogramm. Dort heißt es: "Die demographische Entwicklung wird unweigerlich zu einem Rückgang der Schülerzahlen führen. Statt diese Veränderung zu beklagen, werden wir sie zum Wohle der Schüler nutzen, indem wir die pädagogische Qualität verbessern."
Dass trotzdem 2000 Lehrerstellen wegfallen sollen, bezeichnet die schulpolitische Sprecherin der CDU, Bettina Dickes, als "Wahlbetrug". Auch Johannes Müller, Landeschef des Verbandes Bildung und Erziehung, klagt: "Dieser rigide Sparkurs grenzt an öffentlichen Wahlbetrug." Regierungssprecherin Monika Fuhr weist den Vorwurf als "falsch und absurd" zurück. Ministerpräsident Kurt Beck habe "immer wieder auf die notwendigen Sparmaßnahmen hingewiesen". Bezogen auf die Lehrerstellen habe Beck ferner gesagt, die demografische Rendite werde genutzt.
Der Landes-Philologenverband sieht einen "fulminanten Fehlstart der rot-grünen Koalition". Die Schulen seien unterfinanziert, moniert der Landesvorsitzende Malte Blümke, und prophezeit der Regierung "einen heißen Sommer". Der Vorsitzende des Landesverbands der Lehrer an berufsbildenden Schulen, Ulrich Brenken, spricht von einer "Liste der Grausamkeiten". Landeselternsprecher Rudolf Merod aus Trier berichtet von "reichlich Anrufen und einer großen Unruhe unter den Eltern". Er erwartet Aufschlüsse von einem Gespräch am Donnerstag mit Bildungsministerin Doris Ahnen.fcg

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