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SPD-Politikerin Malu Dreyer will für eine weitere Amtszeit als Ministerpräsidentin kandidieren

SPD-Politikerin Malu Dreyer will für eine weitere Amtszeit als Ministerpräsidentin kandidieren

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) will bis mindestens 2021 im Amt bleiben. „Ich trete bei der nächsten Landtagswahl auf jeden Fall noch einmal an“, sagte die 53-Jährige im TV-Redaktionsgespräch.

Vor 16 Monaten wurde Malu Dreyer zur Nachfolgerin von Langzeit-Ministerpräsident Kurt Beck gewählt. Inzwischen hat die Trierer Sozialdemokratin nach eigenen Angaben richtig Spaß am Amt der Ministerpräsidentin. "Man hat nicht nur Verantwortung, sondern kann auch entscheiden", sagte Dreyer bei einem Gespräch in der TV-Redaktionskonferenz. Für die 53-Jährige steht daher schon jetzt fest, dass sie eine weitere Legislaturperiode an der Spitze des rheinland-pfälzischen Kabinetts anstrebt. "Ich möchte auch nach 2016 Ministerpräsidentin bleiben."

Danach sieht es derzeit aber nicht aus. In Umfragen rangiert die oppositionelle CDU zwischen acht und zehn Prozentpunkten vor der SPD. Bei der Landtagswahl 2011 lagen die Christdemokraten noch einen halben Prozentpunkt hinter den Genossen. Kleines Plus aus Sicht Malu Dreyers: Noch ist die Regierungschefin beliebter als ihre Herausforderin Julia Klöckner (CDU).

Das Verhältnis der beiden Spitzenpolitikerinnen bezeichnet die Ministerpräsidentin als "normal freundlich".
Ausdrückliches Lob gibt es dagegen für die Zusammenarbeit mit dem SPD-Parteivorsitzenden Roger Lewentz und Fraktionschef Hendrik Hering. "Das läuft sehr gut", sagt Dreyer. Die beiden SPD-Politiker waren vor zwei Jahren ebenfalls als mögliche Beck-Erben gehandelt worden.

Doch der seit 19 Jahren amtierende rheinland-pfälzische Ministerpräsident entschied sich für Sozialministerin Malu Dreyer als seine Wunsch-Nachfolgerin. Die mit dem Trierer Oberbürgermeister Klaus Jensen verheiratete Politikerin leidet seit vielen Jahren an einer entzündlichen Erkrankung des Nervensystems (Multiple Sklerose), sitzt deshalb zeitweise im Rollstuhl. "Die Menschen nehmen das völlig normal auf", sagt Dreyer, die nach eigenen Angaben gesundheitlich derzeit "sehr gut drauf" ist.