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Spezialfall Trier: ART will keine Arznei im Restmüll

Spezialfall Trier: ART will keine Arznei im Restmüll

Alte Arzneimittel sollten niemals in der Toilette oder dem Abfluss entsorgt werden. Experten raten - wie der Volksfreund kürzlich berichtete - zwar generell dazu, Medikamente im Restmüll zu entsorgen. Denn überall dort, wo der Abfall direkt verbrannt wird, ist dies die umweltschonendste Variante. Die Region Trier ist jedoch - darauf weisen der Umweltverband BUND und Volksfreund-Leser hin - ein Spezialfall.

Trier. Der regionale Entsorger ART will lieber keine Medikamente im Hausmüll haben. Denn in der Großregion Trier werden Restabfälle vor dem Verbrennen in Mertesdorf in einer mechanisch biologischen Trocknungsanlage behandelt. "Dies geschieht durch die Tätigkeit von Mikroorganismen, die durch die Medikamente geschädigt oder abgetötet werden können", heißt es auf der Internetseite des Abfallverbands. Darüber hinaus könne "die Konsequenz für das Abwasser der Anlage nicht abgeschätzt werden".

Der Verband und die Kreise der Region Trier raten daher dazu, Medikamente entweder in Apotheken zu bringen, die diese freiwillig annehmen, oder sie als Problemmüll zu entsorgen. Über Annahmestellen, Abholservices oder die Routen und Termine der Problemmüllfahrzeuge informieren die jeweiligen Abfall-Ratgeber von ART und den Kreisverwaltungen, die auch online abzurufen sind.

Der neue Zweckverband ist seit dem 1. Januar für die gesamte Abfallentsorgung in der Region Trier (520 000 Einwohner) zuständig. Vorsitzender ist der Bernkastel-Wittlicher Landrat Gregor Eibes, Vizevorsitzender der Landrat des Kreises Trier-Saarburg, Günther Schartz. Der Vorgänger-Zweckverband kümmerte sich nur um die Abfälle aus Trier und Trier-Saarburg.

In der Region Trier sollen im Laufe des Jahres Biobeutel (statt der umstrittenen Biotonne) eingeführt werden, die bei den Grünschnitt-Sammelstellen abgegeben werden können. Freiwillig und unentgeltlich. Die Sammelbeutel soll es an den Ausgabestellen der Gelben Säcke geben. Mos