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Sprit-Klau: So dreist schlagen Diesel-Diebe in der Region Trier zu

Sprit-Klau: So dreist schlagen Diesel-Diebe in der Region Trier zu

Diesel ist zum begehrten Diebesgut geworden. Immer öfter pumpen Diebe die Tanks von Lastwagen, Baufahrzeugen, Traktoren oder Autos leer. Speditionen und Baufirmen klagen über hohe Schäden - besonders oft in der Eifel und entlang der Autobahnen.

Die Zahl der Spritdiebstähle ist in den vergangenen Jahren konstant gestiegen ist. Dieses Jahr wurden in der Region Trier schon 196 solcher Strafstaten verzeichnet, heißt es im Polizeipräsidium Trier. Zum Vergleich: 2010 waren es im gesamten Jahr 168 Spritdiebstähle.

Die erbeutete Literzahl liegt aktuell bei 25.000 - genug, um 450 Mittelklassewagen vollzutanken. Dass die Diebe pro Fahrzeug im Schnitt 127 Liter abpumpten, liegt daran, dass es sich meist nicht um normale Autos handelt, sondern um Lastwagen oder große Baustellenfahrzeuge, aus denen Dieselkraftstoff gestohlen wurde.

Besonders häufig sind die Diebe laut Polizei erzeit im Eifelkreis Bitburg-Prüm, der Vulkaneifel oder entlang der Autobahnen unterwegs; die dreisten Langfinger schlagen selbst auf voll besetzten Parkplätzen zu und bedienen sich, während der Fahrer schläft.

Noch härter als Speditionen trifft es Bauunternehmen. "Es passiert uns bei rund 800 Großgeräten jede Woche zwei bis drei Mal, dass wir Radlader oder Bagger leer vorfinden", sagt Berthold Fischbach von der Trierer Firma Schnorpfeil. Er schätzt den jährlichen Schaden seiner Firma auf 15.000 bis 20.000 Euro.

Die Polizei geht davon aus, dass die Täter den Diesel günstig an LKW-Fahrer weiterverkaufen.

Dieseldiebe lieben Kipplader & Co.