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Staatsanwaltschaft schließt Akte Landesgartenschau

Staatsanwaltschaft schließt Akte Landesgartenschau

Acht Jahre nach der Landesgartenschau in Trier sind die letzten juristischen Nachwehen beendet. Die Koblenzer Staatsanwaltschaft hat das Ermittlungsverfahren gegen Mitarbeiter der Gartenschau GmbH eingestellt.

Koblenz/Trier. Seit dem Frühjahr 2010 hatten die Staatsanwälte in Koblenz den Verdacht auf "Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe von Nachtragsarbeiten" für die Landesgartenschau (LGS) 2004 in Trier untersucht. Es ging um einen möglichen Schaden in Höhe von 200 000 Euro. Hintergrund waren Erdarbeiten, die kurzfristig vergeben werden mussten.
Die Maßnahme lag in der Verantwortung des Geschäftsführers, Matthias Schmauder, aber ins Visier der Ermittler gerieten auch Co-Geschäftsführer Roman Schleimer und ein Mitarbeiter der Trierer Stadtverwaltung. Es gab eine Durchsuchung im Kulturbüro, dessen Leiter Schleimer inzwischen ist. Nun hat die Anklagebehörde für Wirtschaftsstraftaten ihre Prüfung abgeschlossen. Die Ermittlungen gegen alle drei Betroffenen sseien "umfassend eingestellt", sagt der zuständige Oberstaatsanwalt Rolf Wissen. Der Anfangsverdacht hat sich nicht bestätigt. Ermittlungen gegen Schmauder wegen der Landesgartenschau in Bingen laufen aber weiter - frühestens im Herbst werden dort Entscheidungen fallen. Dieses Verfahren betrifft die beiden Trie rer Beteiligten nicht mehr. Für sie ist das juristische Nachspiel endgültig vorbei. Er sei "einerseits erleichtert", sagte Roman Schleimer dem Volksfreund. Andererseits habe er "zu jedem Zeitpunkt gewusst, dass ich nichts Unrechtes getan habe".
Die LGS auf dem Petrisberg hatte für Diskussionen gesorgt, gilt aber heute als Musterbeispiel für Stadtentwicklung. DiL