Blick zum Himmel Lyriden können dieses Jahr zur Enttäuschung für Sternschnuppen-Fans werden

Trier · Wer gerne den Himmel beobachtet, hat sich den April vielleicht schon vorgemerkt. Denn in diesem Monat kehren die Lyriden zurück – nur sind sie dieses Mal schlechter zu sehen.

 Lyriden-Sternschnuppen sind jedes Jahr im April zu sehen. Ihren Höhepunkt erreichen sie am in der Nacht vom 21. auf den 22. April.

Lyriden-Sternschnuppen sind jedes Jahr im April zu sehen. Ihren Höhepunkt erreichen sie am in der Nacht vom 21. auf den 22. April.

Foto: dpa/Patrick Pleul

April-Zeit bedeutet auch: Sternschnuppen-Zeit. Im ersten kompletten Frühlingsmonat kehren, wie jedes Jahr, die April-Lyriden zurück. Sie sind ein relativ schwacher Sternschnuppenstrom, allerdings können in einer bestimmten Nacht laut dem Mitteldeutschen Rundfunk trotzdem bis zu 18 Lyriden pro Stunde gezählt werden. Dafür braucht es aber ein bisschen Unterstützung vom Wetter.

In welcher Nacht werden die Lyriden am besten zu sehen sein?

Die Zeit der Sternschnuppen beginnt jedes Jahr etwa am 14. April und endet ungefähr zwei Wochen später. Eine Nacht, oder besser gesagt einen Morgen, sollten sich diejenigen, die sich etwas wünschen wollen, vormerken: Am 22. April werden die meisten Lyriden am Himmel zu sehen sein. Ab Mitternacht kann man sie beobachten, ihren Höhepunkt erreichen sie in den frühen Morgenstunden. Ein Tipp: Wer in den Südosten schaut, steigert seine Chance auf Lyriden.

Welche Rolle spielt der Mond bei den Sternschnuppen?

In diesem Jahr könnte es allerdings schwierig werden, viele Sternschnuppen am Himmel zu sehen. Denn zwei Tage später ist Vollmond. Das bedeutet: Bereits in der Nacht vom 21. auf den 22. und am Morgen des 22. April wird es hell sein. Wahrscheinlich zu hell, um viele Sternschnuppen zu erblicken. Aber was ist mit den Nächten zuvor, in denen die Lyriden auch schon über den Himmel huschen? Auch dann wird es schwierig, die Sternschnuppen zu erblicken. Denn der Mond ist wahrscheinlich bereits zu hell.

Wichtig ist natürlich auch die Frage, ob das Wetter mitspielt. Laut wetter.com soll es im Raum Trier am 21. und 22. April zumindest trocken bleiben.

Gibt es schon Prognosen für Lyriden-Sternschnuppen 2025?

Wer dieses Jahr leer ausgeht und keine Sternschnuppe entdeckt, darf sich auf das kommende Jahr freuen. Dann ist zur Hochzeit der Lyriden abnehmender Mond. Dieser geht zwar in den Morgenstunden auf und sorgt für Licht. Dafür ist um Mitternacht ein guter Zeitpunkt für Lyriden.

Auch, wenn die Chancen im kommenden Jahr gut stehen, wird es wohl keine historischen Spitzenwerte geben. 1982 wurden beispielsweise bis zu 300 Lyriden pro Stunde gemessen, 1922 lag die Zahl ebenfalls bei mehr als 100 Sternschnuppen in einer Stunde.

Woher kommen die Lyriden?

Die Geschichte der Lyriden-Sternschnuppen geht bis in die Antike zurück. In China gab es bereits 687 v. Chr. Berichte, dass „Sterne wie Regen vom Himmel fielen.“ Diese „Sterne“ kommen von dem Kometen C/1861 G1 (Thatcher). Die 1861 steht dabei für das Jahr der Entdeckung durch den amerikanischen Astronomen A.E. Thatcher. Der Komet war in diesem Jahr mit dem bloßen Auge zu sehen. Für einen Sonnenumlauf braucht er 415 Jahre.

Ihren Namen bekamen die Lyriden vom Sternbild Leier, das auf Latein „lyra“ heißt. Aus diesem Sternbild scheinen die Sternschnuppen ihren Anfang zu nehmen. Es sieht also so aus, als würden die Lyriden direkt aus einem bestimmten Punkt im Sternbild herauskommen. Dieser Punkt wird Radiant genannt.

Was müssen Beobachter der Sternschnuppen beachten?

Für Lyriden gilt das gleiche wie für alle anderen Sternschnuppen: Je dunkler der Himmel, desto höher ist die Chance, eine zu erblicken. Daher eignet es sich am besten, einen Aussichtspunkt außerhalb der Stadt zu suchen. In Städten ist es wahrscheinlicher, dass der Himmel durch viele Lichter verdeckt wird.

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