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Störfallübung: Kommunikation mit Cattenom klappt ohne Probleme

Störfallübung: Kommunikation mit Cattenom klappt ohne Probleme

Eine Katastrophenübung, bei der ein Kernschmelzunfall im Nuklearpark von Cattenom an der Mosel simuliert wurde, ist gestern zur Zufriedenheit der Nachbarn in Luxemburg, Rheinland-Pfalz und im Saarland verlaufen.

(gf) Mitglieder des in Saarbrücken zu Übungszwecken gebildeten Krisenstabs teilten zu der Übung mit, die Kommunikation über den Störfall mit den entsprechenden Stellen in Cattenom und in der Metzer Präfektur habe reibungslos funktioniert. Der saarländische Innen-Staatssekretär Georg Jungmann (CDU) sagte unserer Zeitung: "Die Übung läuft, wie sie laufen soll." Auch die Kontakte über Satelliten, sofern das Telefonnetz im Ernstfall zusammenbrechen sollte, seien ohne Schwierigkeiten hergestellt worden. "Für uns ist es wichtig festzustellen, dass es keine Störungen gibt", so Jungmann weiter. Vor einer Woche hatte der Kraftwerks-Chef Stéphane Dupré-la-Tour bei einer Pressekonferenz in Cattenom gesagt, in dem Kraftwerk seien im vorigen Jahr "befriedigende Ergebnisse" bezüglich Produktion, Strahlenschutz und Sicherheit erzielt worden. In diesem März hatte es zwei automatische Schnellabschaltungen gegeben (der TV berichtete). Für 2010 steht in Cattenom der Bau eines dreistöckigen Bürogebäudes auf dem Programm, das als Niedrigenergie-Haus konzipiert wird. Kosten: acht Millionen Euro.