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Strom teurer – Versorger wie die Stadtwerke Trier erhöhen wegen Mehrkosten ab Januar die Preise

Strom teurer – Versorger wie die Stadtwerke Trier erhöhen wegen Mehrkosten ab Januar die Preise

So mancher Versorger erhöht zum Jahreswechsel die Strompreise. Die Verbraucherzentrale rät in solch einem Fall, einen Tarif- oder Anbieterwechsel zu prüfen. Wer ein neues Haus baut, muss dieses ab 2016 deutlich energiesparender gestalten.

Wer jetzt seinen Vorrat an Heizöl auffüllt, zahlt dafür ein Viertel weniger als im vergangenen Winter. Auch Sprit ist günstig. Das könnte so manchen darüber hinwegtrösten, dass der Strompreis 2016 vielerorts steigen wird. Denn zum einen erhöhen Netzbetreiber ihre Entgelte, zum anderen steigt die Ökostromumlage von 6,17 auf 6,35 Cent. Auch die Stadtwerke Trier (SWT) ziehen die Preise zum Jahreswechsel leicht an: So kostet der "Römerstrom" ab dem 1. Januar 0,6 Cent mehr pro Kilowattstunde - für einen Zwei-Personenhaushalt sind dies rund 20 Euro mehr im Jahr. Der andere große regionale Versorger RWE hingegen kündigt an, die Mehrkosten nicht weiterzugeben.

Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz rät, bei Preiserhöhungen einen Tarif- oder Anbieterwechsel zu prüfen. Der Blick in Vergleichsportale zeigt: Etliche in der Region Trier buchbare Tarife - darunter zahlreiche mit Öko-Zertifikat - sind günstiger als jene der regionalen Grundversorger RWE und SWT.

Mehr als 300 Euro pro Jahr könnte ein Zwei-Personenhaushalt durch einen Wechsel laut Verivox sparen. "Aber man darf sich nicht durch die Schnelligkeit des Internets verführen lassen", sagt Energieexperte Hans Weinreuter. Es gelte, auf Details zu achten. Viele Anbieter verschleierten teure Tarife mit einem einmaligen Bonus.

Stadtwerke und RWE verweisen angesichts der "Strom-Discounter" auf die Sicherheit, die ihre mehr als 100-jährige Erfahrung biete, auf die Beratung vor Ort, ihren Service, ihr soziales Engagement und auf hauseigene Tarife, die günstiger seien als die Grundversorgung.

2016 ändern sich auch die Anforderungen an Neubauten, denn es gelten die strengeren Standards der neuen Energieeinsparverordnung: Die Häuser müssen besser gedämmt werden, so dass sie 20 Prozent weniger Wärme verlieren. Zudem muss der maximale Energiebedarf ein Viertel unter dem bisher gültigen Wert liegen. Das kostet mehr Geld. "Aber es ist der einzige Kostenfaktor, der auch Einsparungen mit sich bringt", sagt Weinreuter.
Eine bewusstseinsbildende Maßnahme ist das von Schornsteinfegern oder Energieberatern zu vergebende Energielabel, das auch alte Heizkessel ab 2016 tragen müssen. Angebracht wird es kostenlos - verweigern darf man es laut Verbraucherzentrale allerdings nicht.

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