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Studentenwerk fordert 200 Millionen Euro für den Ausbau von Mensen

Studentenwerk fordert 200 Millionen Euro für den Ausbau von Mensen

Zu wenig Platz in den Mensen und zu wenig Zeit zum Essen: Das deutsche Studentenwerk hat während einer Tagung an der Trierer Hochschule vor Engpässen in der Hochschulgastronomie gewarnt.

"Wir haben 25 Prozent mehr Studenten als vor zehn Jahren", sagt Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des deutschen Studentenwerks am Mittwoch. Doch die Zahl der Sitzplätze in den Mensen sei nicht im gleichen Maße gestiegen, sodass vielerorts Platzmangel herrsche. "Zahlreiche Mensen arbeiten an ihren Kapazitätsgrenzen", sagt der Generalsekretär.

Ein weiteres Problem: Durch die Verdichtung und Synchronisierung der Stundenpläne bleibe den Studenten nur wenig Zeit zum Essen - was zu langen Warteschlangen führe.

Meyer auf der Heyde kritisiert, dass Bund und Länder kaum Mittel für "die soziale Infrastruktur" der Hochschulen bereitstellen und fordert 200 Millionen Euro staatliche Förderung für den Ausbau der Mensakapazitäten.

Das Trierer Studiwerk hat das Platzproblem seines Universitätsrestaurants aus eigenen Finanzmitteln bekämpft: "BigO" heißt eine elliptische Zwischenebene, die in die luftige Mensa eingezogen wurde. Sie bietet seit 2012 rund 90 neue Sitzplätze. Am Geocampus behilft man sich laut Studiwerk-Geschäftsführer mit Seminarräumen, die die Uni zwischen 11 und 14 Uhr für Mensagäste bereitstellt.

In Trier sind rund 22.000 Studierende gemeldet. 6000 Essen bereiten die drei Trierer Mensen im Schnitt täglich zu.

Lange Schlangen vor dem Stammessen