Studie: Trier hat die schlechteste Bahnanbindung

Studie: Trier hat die schlechteste Bahnanbindung

Geahnt haben es viele, nun ist es wissenschaftlich belegt: Trier ist die am schlechtesten mit der Bahn erreichbare Großstadt in Deutschland. Dresdener Wissenschaftler haben dazu 80 Städte unter die Lupe genommen.

(red) Zwischen drei und vier Stunden braucht man mit dem Zug für die rund 240 Kilometer von Trier nach Frankfurt. Von Luxemburg nach Paris - Entfernung knapp 400 Kilometer - dauert es mit dem Schnellzug TGV gerade mal etwas mehr als zwei Stunden. Trier im Herzen Europas, aber, was Bahnverbindungen angeht, eher abgekoppelt vom Rest der Welt. Das hat nun auch eine Studie von Wissenschaftlern der Technischen Uni (TU) Dresden belegt.

Danach liegt Trier unter 80 deutschen Großstädten auf dem letzten Platz, was die Erreichbarkeit per Zug angeht. Die Moselstadt rangiert hinter den ostdeutschen Städten Cottbus und Chemnitz. Auf Platz eins liegt - nicht überraschend - Frankfurt, gefolgt von Düsseldorf, Hannover und Köln. Die Schienenanbindung der Städte auf den hintersten Plätzen sei unterdurchschnittlich bis sehr schlecht, heißt es in der Studie der Dresdener Verkehrswissenschaft.

ie Untersuchung hat das derzeitige Bahnangebot in Trier unter die Lupe genommen. Zum Fahrplanwechsel nächste Woche werden je vier Fernverkehrsverbindungen von und nach Trier gestrichen (volksfreund.de berichtete). Damit dürfte sich die Erreichbarkeit noch weiter verschlechtern.

Der Trierer CDU-Bundestagsabgeordnete Bernhard Kaster, der sich immer für eine bessere Bahnanbindung der Region starkgemacht hat, nennt die Ergebnisse der Studie "schlichtweg peinlich". Er fordert von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, Bahnchef Rüdiger Grube und dem rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck eine Stellungnahme: "Ich will wissen, was man zu tun gedenkt, damit unsere Region endlich runter kommt vom Abstellgleis." Laut der Studie hängen von guten Bahnverbindungen das Wirtschaftswachstum und die Bevölkerungsentwicklung einer Region ab.

Extra: Weitere Infos zur Studie im Internet ( ifo Dresden )