Staatsanwaltschaft Koblenz Tod von Frau: Anklage wegen Mordes und Zwangsprostitution

Koblenz · Ein Notarzt wird zu einer schwer verletzten Frau in einer Wohnung in Koblenz gerufen, sie stirbt in der Klinik. Nun hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben. Die Hintergründe klingen grausam.

Das Justizzentrum in Koblenz, in dem der rheinland-pfälzische Verfassungsgerichtshof, das Oberverwaltungsgericht, das Verwaltungsgericht, die Generalstaatsanwaltschaft, die Staatsanwaltschaft, das Sozialgericht und das Arbeitsgericht untergebracht sind.

Das Justizzentrum in Koblenz, in dem der rheinland-pfälzische Verfassungsgerichtshof, das Oberverwaltungsgericht, das Verwaltungsgericht, die Generalstaatsanwaltschaft, die Staatsanwaltschaft, das Sozialgericht und das Arbeitsgericht untergebracht sind.

Foto: Thomas Frey/dpa

Nach dem Tod einer 31-jährigen Frau in Koblenz hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen eine Frau und einen Mann wegen gemeinschaftlichen Mordes und Zwangsprostitution erhoben. Die beiden sollen die mit ihnen zusammenlebende Bulgarin grausam getötet und sie zuvor mit Gewalt zur Prostitution gezwungen haben, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit.

Die beiden sollen ihr Opfer von April 2023 bis zum Tod im November 2023 „in menschenverachtender Weise grausam zu Tode gequält, immer wieder massiv misshandelt und dabei den Tod des Opfers zumindest billigend in Kauf genommen“ haben, hieß es. Zudem habe die 31-Jährige das Wohnanwesen nicht verlassen dürfen.

Die 40-jährige Frau und der 48-jährige Mann mit bulgarischer Staatsangehörigkeit seien seit vielen Jahren im Rotlichtmilieu tätig, teilte die Staatsanwaltschaft weiter mit. Sie befinden sich in Untersuchungshaft. Das Landgericht Koblenz muss nun über die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden.

© dpa-infocom, dpa:240423-99-775195/5

(dpa)
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