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Traurige Mendiger wollen Banner zum „Rock am Ring“ verkaufen

Traurige Mendiger wollen Banner zum „Rock am Ring“ verkaufen

Die vom „Rock am Ring“ verschmähte Kleinstadt Mendig will aus seinen alten Festival-Bannern und -Planen noch Kapital schlagen.

"Die Banner sind offenbar sehr begehrt. Beim Abhängen fehlte in den vergangenen Jahren immer das ein- oder andere Banner", sagte Jürgen Zinken, Sprecher der Verbandsgemeinde Mendig in der Osteifel. Allerdings weiß Zinken: "Weil der Schriftzug "Rock am Ring" drauf ist, müssen wir markenrechtlich vorsichtig sein."

Einfacher sei der Verkauf der großen "Willkommen"-Planen, die die in der Nähe von Koblenz gelegene Stadt für die Besucher des Musikfestivals aufhängte. "Aus solchen PVC-Planen lassen sich Umhängetaschen herstellen", sagte Zinken. Mendig war 2015 und 2016 Austragungsort von "Rock am Ring". Im kommenden Jahr kehrt das Festival an den Nürburgring zurück. Grund sind laut Veranstaltern die Auflagen der Naturschutzbehörden.

Die Stimmung in dem Eifelort sei geprägt von Traurigkeit und Niedergeschlagenheit, sagte Zinken. "Viele sind noch ein bisschen paralysiert — so wie sie es vor zwei Jahren waren, als sie nicht glauben konnten, dass "Rock am Ring" kommt." Er hofft, mit dem Namen Mendig in Zukunft Touristen anlocken zu können. Schließlich habe sein Ort an Bekanntheit gewonnen. "Wir haben in anderen Städten nun kein Problem mehr damit zu erklären, wo wir herkommen."