Nutzer brauchen gute Nerven Streik legt fast kompletten Bahnverkehr in der Region lahm

Trier · Nichts geht mehr im Zugverkehr in der Region: Wegen des Streiks der Lokführergewerkschaft fallen fast alle Züge aus – auch nach Luxemburg.

 Fast der komplette Bahnverkehr in der Region ist wegen des Streiks zum Erliegen gekommen. Foto: dpa

Fast der komplette Bahnverkehr in der Region ist wegen des Streiks zum Erliegen gekommen. Foto: dpa

Foto: dpa/Stefan Sauer

Der Streik der Lokführergewerkschaft GDL führt dazu, dass fast der komplette Bahnverkehr in der Region ausfällt. Auch Züge nach Luxemburg sind von dem bis zum Abend dauernden Warnstreik betroffen.

Laut der Fahrplanauskunft der Bahn fahren derzeit keine Züge vom Trierer Hauptbahnhof ab, weder Richtung Saarbrücken, noch Richtung Gerolstein oder nach Luxemburg. Auf der Moselstrecke kommt es seit Mittwochnachmittag ohnehin zu massiven Einschränkungen des Bahnverkehrs. Wegen Gleisbauarbeiten gibt es dort bis 6. Dezember keine durchgängigen Verbindungen mehr nach Koblenz. Wegen des Streiks sind aber offenbar auch die Ersatzbusse zwischen Trier und Bullay eingestellt worden. Laut Fahrplanauskunft entfallen die meisten Fahrten.

Eine Bahnsprecherin sagte der Deutschen Presseagentur, sofern möglich, sollten Fahrgäste ihre Reise auf einen Zeitpunkt nach dem Streik verschieben. Ansonsten rate sie dazu, sich rechtzeitig vor Fahrtantritt über die geplanten Zugverbindungen informieren. Bislang hätten allerdings viele Menschen ihre Reise entweder vorgezogen oder umgeplant.

Der Ausstand, zu dem die Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) unter anderem Lokführer, Zugbegleiter, Werkstattbeschäftigte und Fahrdienstleiter aufgerufen hatte, begann am Mittwochabend um 22 Uhr und soll am Donnerstag um 18 Uhr enden.

Die GDL fordert unter anderem 555 Euro mehr im Monat bei zwölf Monaten Vertragslaufzeit sowie eine Inflationsausgleichsprämie. Als Knackpunkt gilt die Forderung nach einer Absenkung der Arbeitszeit von 38 auf 35 Wochenstunden für Schichtarbeiter bei vollem Lohn. Die Deutsche Bahn hatte in der ersten Verhandlungsrunde ein eigenes Angebot vorgelegt, das unter anderem eine Entgelterhöhung von elf Prozent bei einer Laufzeit von 32 Monaten vorsieht. Zur Arbeitszeit findet sich in der Offerte nichts.