Umwelt Pegel steigen: Neuer Höchststand an der Mosel wird für Dienstag erwartet

Update | Trier · Wegen des anhaltenden Schmuddelwetters steigen vielerorts die Flusspegel. Was laut den aktuellen Prognosen auf die Region zukommt.

Trier: Hoher Pegelstand bei den Flüsse in der Region​ - Fotos
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Hoher Pegelstand bei den Flüssen der Region

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Foto: TV/Hans Krämer

Wegen der starken Regenfälle sind die Wasserstände an Mosel, Saar und Sauer wieder gestiegen. Um 17 Uhr am Montag war der Trierer Pegel bei 7,02 Meter. Ein zunächst erwartetes Überschreiten der Acht-Meter-Marke am Sonntagnachmittag hielten die Experten letztlich doch für unwahrscheinlich. Jetzt heißt es, der Höchststand am Pegel Trier werde für Dienstag erwartet. Dann steige die Mosel auf 7,20 bis 7,80 Meter. (alle aktuellen Pegelstände finden Sie auch auf unserer Sonderseite). Mitarbeiter der Trierer Stadtverwaltung hatten schon am Freitag vorsorglich die Rad- und Fußwege gesperrt.

Wegen anhaltend starker Regenfälle ist die Mosel über die Ufer getreten und hat vereinzelt Wege und Straßen überschwemmt. Die Schifffahrt sollte im Verlauf des Tages eingestellt werden, wenn am Pegel Trier die 6,95 Meter erreicht werden, wie ein Sprecher des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes sagte. „Das wird passieren.“

Auch an der Obermosel steigen die Wasserstände wieder deutlicher an. Am Pegel Perl wurde am Montagmittag ein Wasserstand von 4,26 Metern gemessen.

Auch am Pegel Bollendorf der Sauer rechneten die Experten für Sonntag mit einem Anstieg der Wasserstände (Update: In der Nacht zu Montag wurden 3,45 Meter erreicht). Danach sei wieder mit leicht fallenden Wasserständen zu rechnen, die von Montag auf Dienstag wieder kurzzeitig in den Bereich der Meldehöhe ansteigen können. Am Montagmittag lag der Pegel bei 3,27 Meter.

Meldehöhen sind festgelegte Wasserstände an bestimmten Pegeln. Wird beispielsweise die Meldehöhe 1 überschritten, wird die Hochwasservorhersagezentrale aktiv und übermittelt Hochwasserberichte für die jeweiligen Gewässer.

An den Zuflüssen steigen die Wasserstände bis Sonntagmittag noch an, danach ist nach den Berechnungen der Experten zunächst mit fallenden Wasserständen zu rechnen. In den Einzugsgebieten von Salm und Ruwer wurde ein alle zwei Jahre zu erwartender Hochwasserpegel erreicht.

Nach den starken Regenfällen wurden am Sonntag zunächst keine größeren Schauer mehr erwartet. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes sollte es erst gegen Abend wieder vermehrt Schauer geben, die in den Mittelgebirgen zunehmend auch als Schneeregen oder Schnee herunterkommen können. Am Montag greift dann ein neuer Tiefausläufer auf den Südwesten über, mit Niederschlagsmengen zwischen drei und sieben Litern pro Quadratmeter, im Stau der Mittelgebirge auch bis 15 Liter pro Quadratmeter.

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