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Trierer Anwalt gibt Vollgas bei der Sanierung des Nürburgrings

Trierer Anwalt gibt Vollgas bei der Sanierung des Nürburgrings

Der Trierer Insolvenzexperte und neue Nürburgring-Alleingeschäftsführer Thomas B. Schmidt will jetzt möglichst schnell den Formel-1-Vertrag fürs nächste Jahr unter Dach und Fach bringen. Dafür muss sich der 53-jährige Juraprofessor aber erst mit den Ringbetreibern einigen.

Geht es nach dem Willen des Trierer Rechtsanwalts Thomas B. Schmidt und seines Koblenzer Kollegen Jens Lieser, müssen sich die Fans von schnellen Autos, starken Brummis und fetziger Rockmusik keine Gedanken machen. Dann wird es die Formel.1, den ADAC-Truck-Grand-Prix oder Rock am Ring auch 2013 in der Eifel geben. "Wir glauben an die Zukunft des Rings, und wir wollen den Mythos Nürburgring erhalten", sagte Lieser am Mittwoch bei einer Pressekonferenz vor Ort.Dazu hatten die beiden Juristen kurzerhand eingeladen, nachdem sie am Vortag offiziell ihre neuen Jobs übernommen haben. "Eine Herkulesaufgabe", wie ihr Sprecher Pietro Nuvoloni meint, wohl auch um seinen neuen Chefs etwas zu schmeicheln. Die haben allerdings wirklich einen Job übernommen, der zuletzt schon so manchen Kopf und Kragen gekostet hat: Sie sollen den Nürburgring retten. Diesen Auftrag bekamen die beiden Sanierungsexperten von den Ringbesitzern, ihren Gläubigern und dem Direktor des Amtsgerichts Bad Neuenahr-Ahrweiler.Der Richter ist zuständig, wenn ein Unternehmen nicht mehr zahlen kann und Insolvenzantrag stellt. So wie es die Geschäftsführer der Nürburgring GmbH am Freitag gemacht haben. Gestern waren die beiden schon nicht mehr im Amt. "Sie sind von ihren Aufgaben entbunden worden", sagt ihr Nachfolger Thomas B. Schmidt, der nun alleiniger Geschäftsführer ist.
Sein Koblenzer Kollege Jens Lieser, ebenfalls ein erfahrener Insolvenzexperte, soll Schmidt bei der vom Gericht abgesegneten Sanierung in Eigenverwaltung aber auf die Finger schauen.Zunächst will sich Schmidt jetzt mit der Betreibergesellschaft Nürburgring Automotive GmbH (NAG) einigen, bevor er Verträge abschließen und Investoren suchen kann. Das soll schnell gehen. Ein Termin für das Treffen sei bereits vereinbart, sagte NAG-Sprecher Karl-Heinz Steinkühler unserer Zeitung.