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Trierer Bischof Ackermann einer der Top-Favoriten für Kölner Bischofsstuhl

Trierer Bischof Ackermann einer der Top-Favoriten für Kölner Bischofsstuhl

Muss sich das Domkapitel von Deutschlands ältestem Bistum schon bald wieder auf die Suche nach einem neuen Bischof machen? Denkbar wäre dies. Im Erzbistum Köln wird in absehbarer Zeit ein Bischofsstuhl frei.

Joachim Meisner feiert an Weihnachten seinen Achtzigsten; er hat angekündigt, dass er nach seinem Urlaub im Herbst sein Rücktrittsgesuch einreichen werde. Dass der neue Papst Franziskus dies ablehnen könnte, gilt als ausgeschlossen, heißt es in Kirchenkreisen. Mit anderen Worten: Ein Nachfolger für den seit 1989 an der Spitze des Erzbistums stehenden Kleriker muss her. Der stellte sich den Kölnern einst mit den Worten vor: "Ihr habt mich nicht gewollt. Und ich wollte auch nicht zu euch." Eine Aussage, die man aus dem Mund des Trierer Bischofs nie hören würde. Stephan Ackermann winkt zwar pflichtgemäß ab, wenn er auf die mögliche Meisner-Nachfolge angesprochen wird. Doch dass der ehrgeizige 50-Jährige sich den Karrieresprung von der Mosel an den Rhein durchaus zutrauen würde, gilt in seinem Umfeld als sicher. Ein heißer Anwärter auf die Meisner-Nachfolge ist der Trierer Bischof allemal. Erst am Wochenende wurde Ackermanns Name von der Kölnischen Rundschau als einer der Top-Favoriten genannt - neben dem Essener Bischof Franz-Josef Overbeck, dem Limburger Franz-Peter Tebartz-van Elst oder Georg Gänswein, dem Privatsekretär des ehemaligen Papstes. Für Ackermann spreche, dass er in Kirchenkreisen hoch angesehen sei, bei der Aufarbeitung des Missbrauchsskandal Profil gezeigt habe und aus dem Rheinland stamme, heißt es in dem Bericht. Mit einer erst vor einigen Tagen bekannt gewordenen Personalie könnte sich Stephan Ackermann in Köln wohl rasch anfreunden. Der neue Kommunikationsdirektor des Erzbistums ist ebenfalls ein Trierer: der ehemalige Paulinus-Geschäftsführer Thomas Junker. sey