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Trierer Bischof für Militärintervention

Trierer Bischof für Militärintervention

Der Trierer Bischof Stephan Ackermann hat ein entschiedenes Vorgehen gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gefordert. Man könne nicht tatenlos zuschauen, wenn wehrlose Menschen massakriert würden, sagte Ackermann dem Volksfreund.

Die Kämpfe zwischen IS-Einheiten und Kurden in der syrischen Grenzstadt Kobane gingen am Mittwoch mit unverminderter Härte weiter. Die USA flogen ihre bislang stärksten Luftangriffe gegen die IS-Terrormiliz.
Wenn alle anderen Möglichkeiten ausgereizt seien, bleibe als letzte Möglichkeit nur das militärische Eingreifen, sagte der Trie?rer Bischof Stephan Ackermann bei einem TV-Redaktionsbesuch am Mittwoch. Der 51-Jährige wurde gerade erst als Vorsitzender der kirchlichen Friedensorganisation Justitia et Pax wiedergewählt. Ist das nicht ein Widerspruch - Chef einer Friedensorganisation und gleichzeitig Befürworter militärischen Eingreifens? Ackermann weiß um den Zwiespalt, sagt: "Politisches Bemühen muss immer an erster Stelle stehen." Aber: Das Vorgehen des Islamischen Staates habe Züge von Völkermord, Menschen würden vertrieben, Menschenrechte systematisch verletzt. "Da darf man nicht einfach tatenlos zusehen", sagt der Bischof. Da brauche es ein klares, entschiedenes Vorgehen. Vor diesem Hintergrund seien auch die von der Bundesregierung beschlossenen Waffenlieferungen an die kurdischen Kämpfer in Ordnung. Ackermann zitierte in diesem Zusammenhang den früheren evangelischen Bischof Wolfgang Huber, der sagte: "Wo eine Terrormiliz religiöse oder ethnische Minderheiten ausrotten will, schließt das Gebot ,Du sollst nicht töten' auch die Folgerung ein:
Das komplette Interview mit dem Trierer Bischof lesen Sie am Samstag im TV und auf
volksfreund.de

Ein Video mit einigen der Aussagen Ackermanns finden Sie hier