Trierer Fahnder sind Einbrecherbanden auf den Fersen – Ermittlungsgruppe wird personell aufgestockt

Trier · Im Kampf gegen die weiter in der Region Trier wütenden Einbrecherbanden hat die Kriminalpolizei erste Tatverdächtige identifiziert. Die eigens eingerichtete Ermittlungsgruppe soll weiter aufgestockt werden, kündigte deren Chef im TV-Gespräch an.

 Die Nacht verschluckt sie: Vergleichsweise oft schlagen Einbrecher in der Dunkelheit zu. Foto: www.nicht-bei-mir.de

Die Nacht verschluckt sie: Vergleichsweise oft schlagen Einbrecher in der Dunkelheit zu. Foto: www.nicht-bei-mir.de

Die Einbruchsserie in der Region Trier geht unvermindert weiter. Selbst über die Weihnachtstage waren die Diebe zwischen Daun, Prüm, Konz, Morbach und Trier aktiv. "Außergewöhnlich", meint Kriminaldirektor Lothar Butzen, "wenigstens an diesen Tagen war es in den Vorjahren eher ruhig."

Nicht so im Dezember 2014. Da schnellten die Einbruchszahlen sogar noch einmal deutlich nach oben: 110 geglückte und versuchte Einbrüche gegenüber 75 im Vorjahr - ein Plus von gut 40 Prozent. Keine ruhigen Festtage also für die Fahnder der von Triers Polizeipräsident Lothar Schömann im Herbst vergangenen Jahres eingesetzten Ermittlungsgruppe Banden. Das achtköpfige Team kann bislang zwar noch keine spektakulären Festnahmen auf seiner Habenseite verbuchen. "Aber es gibt da einige Ermittlungspunkte, wo ich sicher bin, dass wir schon bald Erfolg haben werden", glaubt Lothar Butzen. So seien erste Tatverdächtige identifiziert und mehrere Verfahren eingeleitet worden, sagte der Chef der Ermittlungsgruppe im Gespräch mit unserer Zeitung, ohne weitere Details zu nennen.

Hinter den meisten Einbrüchen in der Region werden osteuropäische Banden vermutet, darunter auch Familienclans. Das kriminelle Geschäft wird meist arbeitsteilig abgewickelt: Die einen halten Ausschau nach geeigneten Objekten, die anderen brechen ein, wieder andere verticken das Diebesgut.

Die Täter haben es meist auf leicht zu transportierende Wertsachen abgesehen. Bevorzugt gestohlen werden Schmuck, Bargeld, Uhren oder Münzen. Die äußerst professionell agierenden Bandenmitglieder hinterlassen nach Angaben der Ermittler kaum Spuren. Mit ein Grund, warum die Polizei auch auf Hinweise von aufmerksamen Bürgern angewiesen ist. Die für zunächst zwei Jahre eingesetzte Trierer Ermittlungsgruppe soll Anfang Februar von acht auf zehn Beamte aufgestockt werden. "Die Arbeit wird nicht weniger", glaubt deren Chef Lothar Butzen.

Eine Jagd mit langem Atem: Wie die Polizei den Einbrecherbanden das Handwerk legen will

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