Trierer Hells-Angels-Prozess: Urteil im Oktober erwartet

Kostenpflichtiger Inhalt: Nach Todesdrohung gegen Beamten : Trierer Hells-Angels-Prozess: Urteil im Oktober erwartet

Vor dem Trierer Landgericht ist am Mittwoch der Nötigungsprozess gegen ein Mitglied des Rockerclubs Hells Angels fortgesetzt worden. Weil ein Zeuge nicht erschienen ist, wird das Urteil erst im Oktober erwartet.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 37-jährigen Angeklagten vor, einem Bediensteten der Justizvollzugsanstalt Wittlich mit dem Tod gedroht zu haben. Dabei ging es um eine bevorstehende Zeugenaussage des Beamten. Der Angeklagte soll den Justizbediensteten vor zwei Jahren im Sanitätsbereich des Gefängnisses am Hals gepackt und leicht verletzt haben. Dieser Vorfall ist in dem aktuellen Verfahren mit angeklagt.

Der Angeklagte hatte an einem der vorausgegangenen Verhandlungstage ein Teilgeständnis abgelegt. Er sitzt derzeit eine zwölfjährige Gefängnisstrafe wegen Totschlags ab, weil er im Juni 2009 gemeinsam mit zwei Komplizen den Chef der pfälzischen Outlaws erstochen hat. Der Grund, warum der Prozess im Trierer Landgericht unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen stattfindet. Auf Anordnung des Vorsitzenden Richters Armin Hardt müssen Besucher – wie auf dem Flughafen – durch eine Sicherheitsschleuse, bevor sie in den Verhandlungssaal kommen.

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