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Trierer Projektentwickler Triwo will Flughafen Hahn kaufen - Standort könnte sich zum Gewerbepark wandeln

Trierer Projektentwickler Triwo will Flughafen Hahn kaufen - Standort könnte sich zum Gewerbepark wandeln

13 Bieter sind daran interessiert, den Hunsrück-Airport Hahn zu kaufen. Einer davon ist der Trierer Projektentwickler Triwo, der im Jahr 2014 bereits den Flughafen in Zweibrücken gekauft hat – und ihn in ein Gewerbegebiet verwandelt.

Wird der Flughafen Hahn bald zu einem Gewerbepark? Durchaus möglich, wenn der Trierer Projektentwickler Triwo den Zuschlag für den Hunsrück-Airport bekommen sollte. Denn die Firma zeigt ein Interesse am Hahn. Das bestätigten mehrere Quellen unserer Zeitung. Gesellschafter Peter Adrian - zugleich Präsident der Industrie- und Handelskammer Trier - wollte sich nicht dazu äußern. Die Triwo hat 2014 bereits den Flughafen Zweibrücken für vier Millionen Euro gekauft, ebenso gehören ihr die einstigen Airports in Mendig und Pferdsfeld (Hunsrück). Die Firma setzt an den Standorten aber kaum auf das Fluggeschäft - sondern mehr auf Gewerbeansiedlung.

Wolfgang Wagner, Erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Kirchberg (CDU), ist kein Fan einer ähnlichen Entwicklung für den Hunsrück-Flughafen. Er sagt: "Für uns wäre alles andere als die fliegerische Nutzung des Hahn eine Katastrophe. Wir würden massenhaft Arbeitsplätze verlieren."

13 Interessenten gibt es nach Angaben des Innenministeriums bislang. Darunter sind auch solche, die den Flugbetrieb am Hahn fortsetzen wollen. Wie das Unternehmen ADC, das ein unverbindliches Angebot für den Hunsrück-Airport bestätigt und das chinesische Luftverkehrsunternehmen HNA als Partner nennt.

Als weiterer Bieter aus Fernost gilt Jonathan Pang, der 2007 den Flughafen in Parchim (Mecklenburg-Vorpommern) für 30 Millionen Euro gekauft hat. Nach Angaben des Südwestfunks gehört auch der Online-Konzern Alibaba - eine Art chinesisches Amazon - zu den Interessenten. Weitere Kandidaten kommen aus der Türkei und aus Holland.

Bis Mitte September sollen das Unternehmen KPMG und Wirtschaftsberater Martin Jonas die Bewerbungen geprüft haben. Der Verkauf an den chinesischen Bieter SYT war wegen mutmaßlichen Betrugs geplatzt. Mehr zum Thema

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