Trierer Verbraucherschützer warnen vor neuen Maschen von Betrügern

Trierer Verbraucherschützer warnen vor neuen Maschen von Betrügern

Rund 8600 Menschen aus der Region haben im vergangenen Jahr bei der Verbraucherberatung Trier Hilfe gefunden. Auffällig: Immer mehr unseriöse Inkassofirmen versuchen, die Bürger mit falschen Forderungen abzuzocken.

"Früher waren es meist unseriöse Gewinnversprechen, heute sind es vielfach ungerechtfertigte Inkassoforderungen, mit denen Betrüger die Verbraucher übers Ohr hauen wollen", sagt Renate Schröder von der Verbraucherberatung Trier. Die neuen Maschen der Abzocker gehen aus der Bilanz der Trierer Beratungsstelle hervor, die gestern präsentiert worden ist.
Während Betrüger früher auf die Gier der Bürger setzten, spielen sie neuerdings mit der Angst. "Die Inkassoforderungen sind begleitet von Drohungen. Pfändungen, Zwangsvollstreckungen oder sogar Hausdurchsuchungen werden angedroht", erklärt Renate Schröder. Meist geht es um mittlere Beträge, zwei-, dreihundert Euro. Viele Betroffene zahlten einfach, weil sie Angst vor rechtlichen Konsequenzen hätten. Solche unlauteren Geschäftsmethoden machen inzwischen rund 21 Prozent der Beschwerden aus.

Auf einer ähnlichen Welle schwimmt die sogenannte Erbmasche. "Anwälte schreiben Verbraucher an, dass ihnen ein Erbteil eines entfernten Verwandten zusteht. Doch zunächst müssen sie immens hohe Anwaltskosten zahlen", erklärt die Verbraucherschützerin. Oftmals ist ein Überweisungsträger beigelegt - doch wer dort die Iban-Nummer kontrolliert, erfährt, dass sein Geld ins Ausland geht. Von einem möglichen Erbe hören die Betrogenen nie mehr. "Meist gehen die Überweisungen nach Bulgarien oder Polen", sagt die Beraterin.

Doch auch im Internet treiben sich die Ganoven umher. Verbraucherschützerin Gudrun Hansen warnt vor E-Mail-Betrügern, die die Namen bekannter Telekommunikationskonzerne missbrauchen, um so an die Daten von Otto Normalverbraucher zu kommen. Wer gutgläubig seine persönlichen Daten preisgibt, bekommt das Konto geräumt. Diese neuen E-Mail-Varianten seien täuschend echt ausgearbeitet, sagen die Verbraucherschützer.

Hilfe gegen miese Tricks der Betrüger: In 8600 Fällen haben die Experten der Verbraucherberatung Trier Betroffene unterstützt

Mehr von Volksfreund