Tritt auf die Bremse

In Sachen Stadionausbau ist das Land ein gebranntes Kind. In Kaiserslautern blieb von den Versprechungen der einstigen Führung nichts - nur ein gerade noch vor dem Bankrott bewahrter Verein. Der Ausbau kommt weit teurer als geplant und bleibt an den Steuerzahlern und dem Rettungsanker städtische Stadiongesellschaft hängen.

Kein Wunder also, dass sich Regierungschef und Finanzminister schwer tun mit neuen Ausbauplänen im Land. Auch Mainz 05 fährt trotz Millionengewinns hohes Risiko mit seinem Vorhaben. Schafft der schwächelnde Bundesligist in den nächsten Jahren nicht den Klassenerhalt, könnte ein neues Stadion schnell auf Sand gebaut sein, denn für die zweite Liga reicht der mit Millionenaufwand aufgerüstete Bruchweg allemal. Ähnlich ist die Lage in Koblenz. Verständlich, dass die Vereine versuchen, ihre derzeitige Lage als Werbeträger zu nutzen, und dass sie auf Unterstützung pochen. Zumal das Land in Kaiserslautern ein - bei aller Euphorie über die Fußballweltmeisterschaft - zweifelhaftes Signal für satten Geldfluss gesetzt hat. Entsprechend schwer fällt nun ein fälliger Tritt auf die Bremse, um das Risiko überschaubar zu halten. j.winkler@volksfreund.de