Über 400 Vorschläge für Synode beim Bistum Trier eingegangen

Trier · Das Interesse an der ersten Synode im Bistum Trier seit den 50er Jahren ist groß: Über 400 Gläubige und Gruppierungen haben Vorschläge eingereicht, worüber das bischöfliche Beratungsgremium diskutieren soll.

Der Trierer Dom. TV-Foto: Archiv/Eva-Maria Reuther

Der Countdown läuft: In gut einem Monat werden sich die knapp 300 Synodalen in Trier zum ersten Mal treffen, um über Gott und die Welt zu beraten.

Einigen Themen sind schon absehbar, wie die beiden Synodensekretäre Christian Heckmann und Elisabeth Beiling am Dienstag sagten: etwa die Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen oder der Neuzuschnitt von Pfarreien.

Längstens zwei Jahre lang sollen Kleriker und Laien über die Themen diskutieren und dem Bischof im Einzelfall Handlungsempfehlungen geben. "Bei einem klaren Votum will sich Stephan Ackermann daran halten", sagt Heckmann. Voraussetzung: das Thema fällt in den Zuständigkeitsbereich des Bischofs.

Der Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen oder das Frauendiakonat zählten nicht dazu, sagen die Organisatoren. Bei öffentlichen Foren soll aber auch über diese Themen gesprochen werden.

Synoden sind in der katholischen Kirche selten. In Deutschland gab es in fünf Jahrzehnten gerade einmal drei, die letzte vor 25 Jahren in Augsburg.