Über 800 Autofahrer kontrolliert

Trier. (wie) Wer am Freitag von der Weihnachtsfeier seines Betriebs nach Hause fuhr, musste damit rechnen, in eine Polizeikontrolle zu geraten. Der Termin für die flächendeckende Kontrollaktion in der gesamten Region war also mit Bedacht gewählt. Und das Ergebnis der Kontrollen gab der Polizei Recht: 75 Autofahrer mussten wegen Verdachts von Alkohol am Steuer "blasen". Zehn Stunden lang kontrollierten rund 100 Polizisten auf den Straßen der Region und überprüften die Fahrtüchtigkeit von über 800 Autofahrern. Diese wurden aber nicht nur auf Alkohol untersucht, sondern auch auf Drogen. 75 mal musste "geblasen" werden

Insgesamt 866 Autofahrer wurden in der Nacht zum Samstag kontrolliert. Bei 75 Personen wurden Alkoholtests durchgeführt, 39 Fahrzeugführer mussten sich einem Drogenvortest unterziehen. In zwölf Fällen wurde die Entnahme einer Blutprobe wegen Alkohols und in elf Fällen wegen des Verdachts von Drogenkonsum angeordnet. Zwei Mal konnten Beamte Autofahrer davon abhalten, sich alkoholisiert ans Steuer zu setzen. Die Polizei ist mit dem Ergebnis der nächtlichen Kontrollaktion zufrieden: "Das Ergebnis unterstreicht die Notwendigkeit solcher Kontrollen", lautet das Fazit von Einsatzleiter Otto Herrig. Es gebe offenbar immer noch zu viele Uneinsichtige, die sich trotz heftigen Alkoholkonsums oder unter Drogeneinfluss hinters Steuer setzten, sagt der Polizeidirektor. Noch immer sind Rasen, Alkohol und Drogen die Unfallursache Nummer eins auf den Straßen der Region. Über 17 000 Mal krachte es bereits in diesem Jahr in der Region. Das sind fünf Prozent mehr Unfälle als im gleichen Zeigtraum des vergangenen Jahres. Daher war auch die zehnstündige Aktion in der Nacht zum Samstag Teil eines umfassenden Konzeptes der Polizei zur Bekämpfung alkohol- und drogenbedingter Verkehrsunfälle.