Forschung Trierer Forscher sitzt wegen Corona am Nordpol fest

Trier/Nordpol · Selbst Polarexpeditionen bringt die Pandemie durcheinander. Ein Trierer bleibt nun länger bei enormer Kälte auf rissigem Eis.

 Andreas Preußer bei der Arbeit. Foto: Julia Schmale

Andreas Preußer bei der Arbeit. Foto: Julia Schmale

Foto: Julia Schmale

„Viele Grüße von 86°27 N“, steht da am Ende der Mail. Eine Nachricht, geschrieben auf einer rissigen, immer kleiner werdenden Eisscholle, die knapp jenseits des 86. Breitengrades durch die Arktis treibt. Da, wo sich der Trierer Umweltwissenschaftler Dr. Andreas Preußer derzeit befindet, ist es bei Wind gefühlte minus 58 Grad kalt. So kalt, dass frische Lebensmittel in beheizten Containern transportiert werden müssen. So kalt, dass die Fahrtrinne des russischen Eisbrechers, der Preußer und andere Ende Februar zum Forschungsschiff Polarstern brachte, schon am folgenden Tag so dick zugefroren war, dass die Wissenschaftler sie betreten konnten. So kalt, dass Preußer das Wetter als größte Herausforderung seiner abenteuerlichen Reise bezeichnet.