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Unis sollen mehr Profil gewinnen

Unis sollen mehr Profil gewinnen

MAINZ. (win) Für die bessere Profilbildung und Ausstattung der Hochschulen stellt das Land 2005 und 2006 insgesamt 50 Millionen Euro bereit. Die Gelder sind Teil des 125 Millionen Euro umfassenden Programms "Wissen schafft Zukunft", das über fünf Jahre läuft.

Mit einer zusätzlichen Finanzspritze will Wissenschaftsminister Jürgen Zöllner (SPD) in den kommenden Jahren die Arbeitsbedingungen an den Hochschulen verbessern, Spitzenforschung fördern und die Chancen in einem zunehmenden Wettbewerb erhöhen. Einig ist sich der Minister mit den Hochschulpräsidenten, dass die Gelder gezielt und nicht nach dem Gießkannenprinzip verteilt werden. Rund 28,3 Millionen Euro fließen bis Ende 2006 vor allem in die Ausstattung von Universitäten und Fachhochschulen und eine gezielte Verbesserung des Lehrangebots. Damit soll in erster Linie dem in den letzten Jahren deutlichen Anstieg der Studentenzahl auf landesweit 95 000 Rechnung getragen werden. Mehr als 21 Millionen Euro sind für gezielte Projekte bei Nachwuchsförderung, Spitzenforschung und Wissenstransfer eingeplant. Rund die Hälfte der gesamten Fördermittel wird nach bestimmten Kriterien, etwa bei der Finanzierung des Personalbudgets, automatisch zugeteilt. Rund 20 Millionen Euro werden auf Antrag beispielsweise für neue Studiengänge, die Einführung von Bachelor- und Master-Abschlüssen oder die Einrichtung von Kompetenzzentren und Exzellenzverbünden bereit gestellt. Von den Geldern werden alle Hochschulen nach Zöllners Angaben profitieren, auch wenn schwer vorherzusagen ist, in welcher Höhe die Mittel letztlich wohin fließen werden. Leistungen und Aktivitäten seien entscheidend, so der Minister. Mit rund einem Drittel werden die Fachhochschulen überproportional unterstützt. Besonders gefördert werden soll auch der Übergang von Schule zu Hochschule. Dazu zählen Projekte wie die Kinder-Uni, Schnupper- und Ferienkurse für Schüler oder auch ein erweitertes Angebot für Frühstudierende, also besonders qualifizierte Jugendliche, die bereits vor Ende ihre Schulzeit, Seminare an der Uni besuchen.