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| 16:06 Uhr

Urteil: Liegestütze auf Altar kein Mittel der Kunstfreiheit

Saarbrücken. Ein umstrittenes Videoprojekt mit Liegestützen auf dem Altar einer katholischen Kirche kommt wieder vor Gericht. Dabei geht es um die Frage, ob die Aktion als ein Mittel der Kunstfreiheit zu werten ist - oder als grober Unfug und Störung der Religionsausübung. Mit dem Fall beschäftigt sich das Saarländische Oberlandesgericht heute. In dem Revisionsverfahren geht es ein Projekt des Künstlers Alexander Karle. dpa

Weil er 26 Liegestütze auf dem Altar einer katholischen Kirche gemacht und sich dabei gefilmt hat, ist ein Video-Künstler aus Saarbrücken am Dienstag wegen Hausfriedensbruchs und Störung der Religionsausübung verurteilt worden. In dem Revisionsverfahren schloss sich das Oberlandesgericht damit einem früheren Urteil des Amtsgerichts Saarbrücken an.

Es widersprach damit zugleich der Einschätzung des Landgerichts, das den Künstler im Juli 2017 lediglich wegen Hausfriedensbruchs schuldig gesprochen und seine Aktion als Mittel der Kunstfreiheit gewertet hatte. „Die Kunstfreiheit ist zwar vorbehaltlos, aber nicht schrankenlos gewährleistet“, betonte die Vorsitzende Richterin in ihrer Begründung.

Der Schuldspruch des OLG ist rechtskräftig. Über die Höhe des Strafmaßes entscheidet nun das Landgericht. Der Angeklagte Alexander Karle (40) zeigte sich über das Urteil nach eigener Aussage „sehr überrascht“ und „entsetzt“.

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