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Urteil verhindert neuen Chef für Trierer Landgericht

Urteil verhindert neuen Chef für Trierer Landgericht

Das Trierer Landgericht wird wohl noch länger auf einen neuen Präsidenten warten müssen. Das Verwaltungsgericht Koblenz hat die Besetzung der Stelle vorläufig untersagt.

Geklagt hatte der Direktor des Koblenzer Amtsgerichts, Karl-Hans Fischer. Dieser hatte sich für den Posten in Trier beworben. Drei Monate nach Ende der Bewerbungsfrist warf jedoch auch der Präsident des Landgerichts Zweibrücken, Markus Gietzen, seinen Hut in den Ring. Der rheinland-pfälzische Justizminister Jochen Hartloff entschied sich für Gietzen als Nachfolger von Wolfgang Krämer.

Der Trierer Landgerichtspräsident ging im Juli 2013 in Ruhestand. Der Koblenzer Amtsgerichtsdirektor beantragte am Verwaltungsgericht, die Stelle vorerst nicht zu besetzen. Die Richter gaben ihm recht. Für den von Hartloff favorisierten Gietzen habe es eine andere Beurteilungsgrundlage gegeben als für Fischer, urteilten sie. So sei kein Eignungs- und Leistungsnachweis eingeholt worden. Möglicherweise geht die Sache noch vor das Oberverwaltungsgericht. Dann wäre wohl nicht mehr damit zu rechnen, dass der Posten in diesem Jahr besetzt wird. wie