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US-Kampfjets trainieren nach Syrien-Einsatz wieder über der Region

US-Kampfjets trainieren nach Syrien-Einsatz wieder über der Region

Zurück in Spangdahlem und ab ins Training: Auf der Airbase stationierte F-16-Kampfflugzeuge der US-Streitkräfte haben ein halbes Jahr lang im Nahen Osten am Militäreinsatz gegen den IS teilgenommen.

Sechs Monate lang hatte relativ große Ruhe im Luftraum über der Region Trier geherrscht. Denn die 480. Kampfstaffel der Airbase Spangdahlem hatte sich an der Operation "Inherent Resolve" (Operation Natürliche Entschlossenheit) beteiligt: dem internationalen Militäreinsatz gegen die Terrormiliz Islamischer Staat im Irak und in Syrien.

Seit die F-16-Kampfjets vor wenigen Wochen zurückkehrten, erreichen den Volksfreund aus Trier und dem Hunsrück vermehrt Beschwerden über Fluglärm. Der Airbase zufolge handelt es sich um das ganz normale Flugtraining der Staffel, die sich rühmt, bei ihrem jüngsten Einsatz gegen den IS mit 1900 präzisionsgelenkten Bomben einen neuen Rekord der F-16-Luftkampfgeschichte aufgestellt zu haben.
Während TV-Leser über den "Lärm-Terror" klagen, sind die "Airmen" froh, wieder in Spangdahlem zu sein. "Es war eine sehr feindliche Gegend", sagt Lt. Col. Timothy Murphy. Es sei großartig, wieder zurück zu sein.

Washington führt den Kampf gegen den IS an der Spitze einer internationalen Koalition aus mehr als 60 Staaten, darunter Länder wie Großbritannien, Südkorea, die Niederlande, Australien, Frankreich und Jordanien. Kampfjets fliegen täglich Angriffe, auch US-Spezialeinheiten sind im Einsatz. Deutschland stellt unter anderem sechs Tornados für Aufklärungsflüge.

Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums hat das Bündnis insgesamt 16.291 Luftschläge ausgeführt, wobei die USA mehr als 12.000 davon verantworten. Mehr als 31.000 Ziele habe man dabei zerstört, darunter 164 Panzer, 2050 Lagerplätze, rund 8000 Gebäude und 8600 Kampfstellungen. Vor wenigen Tagen räumte das Ministerium ein, dass im Laufe des vergangenen Jahres auch etwa 64 Zivilisten getötet worden seien. Mehr als 27.000 IS-Kämpfer sollen einem CNN-Bericht zufolge seit 2014 von der internationalen Koalition getötet worden sein.