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Verena Hubertz (SPD): Politikerin wegen TikTok-Video in der Kritik

Boostern und Bubatz : „Parlament blamiert“: Kritik an Trierer SPD-Politikerin Verena Hubertz - wegen dieses Tiktok-Videos

Die Trierer Jung-Politikerin Verena Hubertz hat in der SPD eine erstaunliche Karriere hingelegt. Auch in den Medien kam die 34-Jährige bislang überwiegend gut weg. Jetzt gibt‘s allerdings Häme von prominenter Seite.

Die Trierer SPD-Bundestagsabgeordnete Verena Hubertz gehört zu den politiischen Senkrechtstartern in der Hauptstadt:  Kaum ins Parlament gewählt, nahm die 34-Jährige auch schon an den Koalitionsverhandlungen teil. Ein paar Wochen später wurde Hubertz sogar zur stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden gewählt. Was für ein Turbo-Aufstieg für eine Politikerin, die bis zu ihrer Nominierung vor anderthalb Jahren kaum jemand kannte.

Doch seit einigen Monaten ist die einst mit einer Koch-App überaus erfolgreiche Unternehmerin quasi omnipräsent und auf fast allen Kanälen eine gefragte Interviewpartnerin. Jetzt aber bekommt der Hubertz-Hype einen zumindest kleinen Dämpfer. Welt-Vize-Chefredakteur Robin Alexander, intimer Kenner des Berliner Polit-Betriebs, lästert in einer Kolumne über die in den neuen Bundestag „hineingeschwemmten Jungpolitikerinnen“, die offenbar zu wenig zu tun hätten und abseitige Videos drehten.

Ausdrücklich erwähnt Robin Alexander, wegen seiner pointierten Äußerungen selbst ein gefragter Talkshow-Gast, dabei die Trierer Genossin Verena Hubertz, die das Parlament blamiere. Der Grund: ein Video, in dem die 34-Jährige Studierenden auf einer Internetplattform „Booster und Bubatz“ verspreche.

In dem 17-sekündigen Video richtet sich Hubertz an die Studierenden, die derzeit 24 Stunden am Tag die ganze Woche lernen müssten „ohne Ablenkung durch Clubs oder Partys“. Und dann verspricht sie: Wir geben unser Bestes, um euch das Leben nach der Klausurenphase zu erleichtern.“ Hubertz‘ Rezept: die „zwei B‘s“, wie sie sagt: „Boostern und Bubatz.“

Mit Boostern werde das Omikron-Virus eingedämmt. Und mit „Bubatz“ ist die Legalisierung des Haschisch-Konsums gemeint. Die Ampel hat sich im Koalitionsvertrag für eine „kontrollierte Abgabe von Cannabis an Erwachsene in lizenzierten Geschäften“ ausgesprochen.

Der Appell der Trierer SPD-Politikerin mag zwar wegen des Begriffs „Bubatz“ etwas unkonventionell klingen. Hubertz‘ Forderungen decken sich allerdings mit denen ihrer Partei.

Auf Anfrage unserer Redaktion wollte sich Hubertz nicht zu der Kritik des Welt-Vizechefs äußern. Ein Sprecher verwies stattdessen auf Äußerungen im Kurznachrichtendienst Twitter.