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Verfolgungsjagd endet nach 80 Kilometern

Verfolgungsjagd endet nach 80 Kilometern

Drei Männer unter Drogeneinfluss haben an Neujahr einen Großeinsatz von Polizei und Zoll auf der A 60 und der A 1 ausgelöst. Bei Mehring zogen die Beamten das Auto des 20-jährigen Fahrers schließlich aus dem Verkehr.

Winterspelt/Mehring. Sonntagabend, 19.40 Uhr. Am Grenzübergang Steinebrück bei Winters-pelt, wo die belgische A 67 zur deutschen A 60 wird, fordern Zollfahnder den Fahrer eines 3er-BMW mit französischem Kennzeichen per Leuchtschrift zum Anhalten auf. Der 20-Jährige setzt seine Fahrt jedoch fort.
Die Ermittler folgen ihm, greifen aber zunächst nicht ein. "Es ist in einem solchen Fall selten sinnvoll, ein Auto mit nur einer Streife zu stoppen", erklärt Paul Kiefer, Leiter der Autobahnpolizei in Schweich, im Gespräch mit dem TV die Taktik.
Der Flüchtende steuert das Auto in Richtung Wittlich, dann über die A 1 und A 602 in Richtung Trier. Bei Kenn fährt er von der Autobahn ab und sofort wieder in die entgegengesetzte Richtung (Saarbrücken) auf.
Inzwischen ist Verstärkung von der Polizei in Schweich und Wittlich sowie von der Bundespolizei in Trier eingetroffen. Nahe der Fellerbachtalbrücke auf der A 1 ergreifen die Verfolger die Initiative. Diesmal folgt der 20-jährige BMW-Fahrer den Anweisungen der Fahnder und hält an.
Der Grund für die nur zögerliche Kooperationsbereitschaft der jungen Franzosen ist schnell gefunden: Er und seine beiden Mitfahrer stehen unter Drogeneinfluss. Bei zweien der Männer finden die Ermittler geringe Mengen Cannabis. Ein Spürhund erschnüffelt Haschisch, das im Auto versteckt ist.
Dem Fahrer wird eine Blutprobe entnommen, sein Führerschein vorläufig sichergestellt. Für das Fahren unter Drogeneinfluss muss er sofort 1000 Euro hinterlegen als Sicherheit für das zu erwartende Bußgeld - ein teurer Ausflug. fgg