Verunreinigte Babypflege Schuld an Keimen im Mutterhaus

Verunreinigte Babypflege Schuld an Keimen im Mutterhaus

Ein mit einem Keim verunreinigtes Baby-Pflegeprodukt ist schuld daran, dass im Trierer Mutterhaus seit Sommer bei zwölf Frühgeborenen das Bakterium nachgewiesen und die Kinderintensiv- und die Frühchenstation geschlossen wurden.

Trier. Der Keim Serratia marcescens hat seit August für Aufregung im Trierer Mutterhaus gesorgt. Bei insgesamt zwölf Frühgeborenen ist der Keim nachgewiesen worden. Schlimmstenfalls kann er eine tödlich verlaufende Infektion verursachen. Keines der betroffenen Babys ist durch den Keim erkrankt.
Um die Ausbreitung des Bakteriums einzudämmen, wurden im Oktober vorsorglich die Kinderintensiv- und die Frühchenstation des Krankenhauses geschlossen. Trotzdem wurde der Keim danach bei weiteren Kindern nachgewiesen. Ärzte, Hygieneexperten und Klinikleitung standen vor einem Rätsel. Es war unklar, wie sich der Keim ausbreiten konnte. Nun steht fest: Er wurde durch eine mit Serratia marcescens verunreinigtes Babypflegeprodukt, das auf der Kinderintensivstation verwendet wurde, auf die Kinder übertragen. "Die Herstellerfirma hat das betroffene Produkt inzwischen vom Markt genommen und ihre Kunden entsprechend informiert", sagt Wolfgang Thomas, Chefarzt der der Kinder- und Jugendmedizin im Mutterhaus. Klinik-Geschäftsführer Jörg Mehr zeigte sich froh, dass die Ursache der Keime nicht im Fehlverhalten von Mitarbeitern lag. Nachdem im November bereits nach einer grundlegenden Desinfektion die Frühgeborenenstation wieder für Neuaufnahmen geöffnet worden war, soll am Montag auch die Kinderintensivstation neue Patienten aufnehmen. Nach einer umfangreichen Desinfektion könnten von da an wieder extrem Frühgeborene dort behandelt werden, teilte die Klinik mit. wie