Europawahl Verzerrte Ergebnisse: Warum die Briefwahl für Ärger sorgt

Trier · Nach den vom Landeswahlleiter veröffentlichten Ergebnissen zur Europawahl ist die AfD weiterhin in einigen Orten in der Region stärkste Kraft. Obwohl das so nicht richtig ist, werden die Ergebnisse nicht korrigiert. Warum das so ist und was ein Wahlgesetz damit zu tun hat.

 Briefwahlstimmen werden bei den Europawahlergebnissen einzelnen Orten nicht zugeordnet. (Symbolbild)

Briefwahlstimmen werden bei den Europawahlergebnissen einzelnen Orten nicht zugeordnet. (Symbolbild)

Foto: dpa/Bernd Weißbrod

Wer erfahren will, wie in seinem Ort bei der Europawahl abgestimmt wurde, wird von den Internetseiten der meisten Verwaltungen in der Region auf die des Landeswahlleiters geleitet. Dort kann man bis auf die Ortsebene herunter die Ergebnisse abrufen. Allerdings sind diese nicht aussagekräftig. Denn für die einzelnen Orte werden nur die Stimmen aufgeführt, die direkt in den jeweiligen Wahllokalen abgegeben wurden. Briefwahlstimmen werden dort nicht berücksichtigt. Diese könnten den einzelnen Gemeinden nicht zugeordnet werden. Grund sei, so heißt es auf der Seite des Landeswahlleiters, dass die Briefwahl in der Regel zentral ausgezählt werde.