Viel Schnee, wenig Chaos: Region hat den Winter im Griff

Viel Schnee, wenig Chaos: Region hat den Winter im Griff

Nach den nächtlichen Schneefällen ist der Straßenverkehr am Freitagmorgen nur schwer in die Gänge gekommen. Auf den Autobahnen in der Region standen die Pendler zum Teil stundenlang im Stau.

(slg) Die Zahl der Unfälle, die sich aufgrund der Schneefälle in der Nacht von Donnerstag auf Freitag in der Region ereignet haben, hält sich in Grenzen. Diese Bilanz hat das Polizeipräsidium Trier gezogen, nachdem Tiefdruckgebiet Petra an der Mosel, in der Eifel, im Hunsrück und im Hochwald starke Schneefälle mit sich brachte. Der entstandende Sachschaden in der Region Trier beläuft sich auf knapp 100.000 Euro, zwei Menschen wurden verletzt.

Chaotische Zustände herrschten am Freitagmorgen auf der Autobahn 64 zwischen Trier und Luxemburg. Bis zum Abend hatte sich die Situation auf den Straßen der Region beruhigt. „Die Menschen haben sich auf die Witterung gut eingestellt“, so ein Polizeisprecher.

Nachdem am Donnerstag viele Schulen aus Angst vor Petra den Unterricht frühzeitig beendet hatten, ging der Lernbetrieb an den meisten Schulen Freitag normal über die Bühne – auch wenn einige Schüler zu spät kamen. Im südlichen Kreis Bitburg-Prüm fiel an zahlreichen Schulen der Unterricht aus, weil Busse nicht fuhren. „Die Straßen waren schlecht geräumt, das war zu riskant“, so ein Mitarbeiter der Moselbahn.

Der Winterdienst am Flughafen Hahn war die Nacht über im Dauereinsatz. „Bei uns kam es zwar zu Verspätungen von bis zu drei Stunden“, sagte Flughafensprecherin Katharina Woytassek. Doch niemand habe am Flughafen übernachten müssen. Die geräumte Start- und Landebahn war Rettung für drei Passagierflugzeuge und ein Frachtflugzeug, die unterwegs zu den Flughäfen Köln-Bonn, Düsseldorf, Weeze und Luxemburg gewesen waren. „Nachdem die Passagiere hier gelandet sind, haben wir sie mit Bussen zu den Zielflughäfen transportiert“, sagte Woytassek.

Am Wochenende soll es erneut schneien. In den Wintersportgebieten von Eifel und Hunsrück herrschen schon jetzt perfekte Schneeverhältnisse. Und: Eine weiße Weihnacht wird immer wahrscheinlicher.

Aktualisierung 19.11 Uhr