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Vier Tage für eine bessere Welt

Vier Tage für eine bessere Welt

Von Mittwoch bis Sonntag treffen sich über 100 Kinder aus ganz Deutschland zum Kindergipfel in Marburg. Der TV ermöglicht zwei Jungen und zwei Mädchen aus der Region die Teilnahme. Und die Schüler haben hohe Erwartungen an das Treffen.

Trier/Marburg. "Eine Welt. Eine Zukunft. Unsere Chance. Wir fairverändern." So lautet das Motto des Kindergipfels in Marburg. In acht Workshops werden Themen wie eine gerechte Weltwirtschaft, Migration, Kinderarbeit, Kinderrechte und Klimawandel behandelt. Jeder Kindergipfel erarbeitet zudem einen Zukunftsvertrag mit drei Forderungen an die Politik sowie drei Selbstverpflichtungen für die jungen Teilnehmer. Ziel des Kindergipfels: "Wir wollen es schaffen, dass Kinder reden und Erwachsene zuhören. Kinder sollen Verantwortung übernehmen und sich über ihre Zukunft Gedanken machen", sagt Simon Pautmeier. Der Trierer Schüler gehört mit seinem Klassenkameraden Damian Gindorf vom Max-Planck-Gymnasium zum 15-köpfigen Organisationsteam des Kindergipfels. Vor zwei Jahren waren beide noch ganz normale Teilnehmer, der TV hatte ihnen Anreise und Kosten bezahlt. Auch in diesem Jahr ermöglicht der Volksfreund folgenden vier Schülern aus der Region die Teilnahme:

Rafael Elter (15 Jahre alt), Neuntklässler vom Max-Planck-Gymnasium Trier. Lieblingsfächer: Sport, Biologie und Deutsch, Hobbys: Gitarre spielen, handwerklich arbeiten, Trampolinspringen, Bogenschießen, Radfahren, Schwimmen.

Seine Erwartungen: "Ich erwarte mehr über meine Stärken und Schwächen bei der Gruppenarbeit zu erfahren. Ich freue mich darauf, neue Leute kennen zu lernen. Am meisten interessiert mich das Thema Überwachung, und was in dieser Hinsicht noch alles möglich ist. Natürlich können Kinder in kleinen Dingen wie an der eigenen Schule in der Schülervertretung etwas mitbestimmen. Doch je allgemeiner die Themen werden, desto schwieriger wird es, auf die Entscheidungen der Erwachsenen Einfluss zu nehmen."

Yannick Naegelen (14 Jahre alt), Neuntklässler am Max-Planck-Gymnasium Trier, Lieblingsfächer: Deutsch, Spanisch, Biologie, Hobbys: Lesen, Schreiben, Computerspiele spielen und programmieren, Bogenschießen, Schwimmen.

Seine Erwartungen: "Ich hoffe, dass ich durch den Kindergipfel zu einer besseren Welt beitragen kann, am meisten interessieren mich der Klimawandel und dessen Auswirkungen. Ich freue mich sehr darauf, gleichgesinnte Jugendliche zu treffen, sowie auf die Diskussionen mit den Politikern. Ich hoffe, dass die Erwachsenen, falls sie uns ernst nehmen, auch unsere Vorschläge ausführen, jedoch glaube ich dies nicht."

Leonie Waschbüsch (14 Jahre), Neuntklässlerin am Angela-Merici-Gymnasium Trier, Lieblingsfächer: Sozialkunde, Deutsch und Sport, Hobbys: Gitarre spielen, Musik hören, Fotografieren und Freunde treffen.

Ihre Erwartungen: Ich erwarte, dass ich interessante Leute kennen lerne, mit denen ich über die Zukunft diskutieren kann, beispielsweise über: ,,Wie kann Menschen in der Dritten Welt geholfen werden?" oder "Wie werden Wasser und Nahrungsmittel gerecht verteilt?" Mich interessiert vor allem, was wir Deutschen zur Hilfe von anderen Ländern beitragen können, und auch, wie man möglichst viele Leute zum Umweltschutz bewegen kann. Ich glaube, dass Kinder etwas verändern können, allerdings nur mit Hilfe von Erwachsenen. Jugendliche und Kinder können auch Vorbilder sein und zum Mitmachen anregen.

Lena Werner (15 Jahre), Neuntklässlerin am Peter-Wust-Gymnasium Wittlich, Lieblingsfach: Deutsch, Hobbys: Handball, lesen, Musik hören.

Ihre Erwartungen an den Kindergipfel: "Ich hoffe, interessante Leute kennen zu lernen und zudem, dass die Politiker die Forderungen, die die Kinder an sie richten, auch ernst nehmen. Die Themen, die mich am meisten interessieren, sind: Ist es richtig, mit Gesundheit Geld zu verdienen? So wie das Thema Kindersoldaten. Wenn die Erwachsenen nicht den Kindern zuhören würden, würden sie keine Zeit investieren, ihnen beim Kindergipfel zuzuhören."