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Vorerst kein Aus für Rock am Ring

Vorerst kein Aus für Rock am Ring

Auch eine Insolvenz der Nürburgring GmbH würde nicht automatisch das Aus oder das Abwandern von Publikumsmagneten wie Rock am Ring, dem Truck Grand Prix oder dem 24-Stunden-Rennen bedeuten. Das berichtet die Rhein-Zeitung unter Berufung auf die Veranstalter.

Nürburg. Konzertveranstalter Marek Lieberberg hat am Dienstag im Gespräch mit der Rhein-Zeitung festgehalten: "Es wird Rock am Ring 2013 geben - am Ring oder an einem anderen Ort." Lieberberg hat sich demnach mit dem Land verständigt, dass er bis Ende Juli abwartet, wie sich die Lage entwickelt. Daran wolle er sich halten, sagte er weiter. Schließlich müsse sich auch das Land erst auf eine Entscheidung von Brüssel einstellen, die je nach Wucht auch ein "mittleres Erdbeben bedeuten" könnte.
Ähnlich äußert sich auch der Kölner Rechtsanwalt Henning Meyersrenken, der für den ADAC Verträge aushandelt. Er will zunächst auch bis Ende Juli warten und sich nicht "an Spekulationen beteiligen". Für den Truck Grand Prix ist ihm zunächst bis 31. Juli eine feste Terminzusage wichtig. Verträge könnten dann "zeitnah" folgen. Beide Partner hatten zuletzt das Land massiv gedrängt, Vertragssicherheit für 2013 zu garantieren. Beide wollen jetzt aber keinen neuen Druck aufbauen: Auch ein Insolvenzverwalter sei schließlich an sicheren Einnahmen interessiert. Lieberberg hat allerdings sicherheitshalber bereits alternative Standorte wie den Flugplatz Finthen - aber auch den Hockenheimring - sondiert, wie er gestern bestätigte.Extra

Die Verantwortlichen des Hockenheimrings schließen nicht aus, dass die Formel 1 wieder jedes Jahr auf dem badischen Kurs Station machen könnte. Derzeit gebe es keine Anfrage, sagte Geschäftsführer Georg Seiler: "Sollte das aber so sein, sehe ich durchaus eine Möglichkeit." Dafür müsse aber alles stimmen: "Die Kostenseite, der Vertrag, die Politik und vieles mehr. Ich weiß nicht, ob das alles so leicht zu erfüllen ist."