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Vorwurf Kindesmissbrauch: Schulleiter aus dem Kreis Trier-Saarburg angeklagt

Trier-Saarburg. Weil er zwei Schüler missbraucht haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Trier Anklage gegen den Leiter eines Gymnasiums im Kreis Trier-Saarburg erhoben. Der Mann war nach Auskunft der Schulaufsichtsbehörde ADD bereits Anfang des Jahres vom Dienst suspendiert worden.

Der Pädagoge soll sich zwischen Juni 2014 und Januar 2017 an zwei seiner Schutzbefohlenen vergangen haben. Da einer der Schüler zur Tatzeit erst 13 Jahre alt war, wird dem Angeklagten auch Kindesmissbrauch vorgeworfen.
Es geht laut Staatsanwaltschaft um insgesamt fünf Vorkommnisse. Die Ermittler werfen dem Pädagogen vor, drei Mal sexuelle Handlungen an einem 13-Jährigen vorgenommen zu haben und dies ein viertes Mal versucht zu haben.

Auch in einem weiteren Fall blieb es dem Leitenden Oberstaatsanwalt Peter Fritzen zufolge beim Versuch. Der Angeklagte habe einen 15-jährigen Schüler überreden wollen, sexuelle Handlungen an sich zu dulden. Der Junge wehrte sich jedoch.

Weiter ins Detail möchte Fritzen nicht gehen, um die mutmaßlichen Opfer zu schützen. Er weist zudem darauf hin, dass bis zu einer Verurteilung die Unschuldsvermutung gilt.

Das Landgericht Trier muss nun entscheiden, ob der Fall vor Gericht verhandelt wird. Wann der Prozess starten könnte, ist offen.