1. Region
  2. Rheinland-Pfalz

VW-Händler der Region rufen ab sofort Autos in die Werkstätten

VW-Händler der Region rufen ab sofort Autos in die Werkstätten

Im Abgas-Skandal bei Volkswagen hat die größte Rückrufaktion der Konzerngeschichte begonnen. Jeder autorisierte VW-Händler muss im Schnitt 1100 Fahrzeuge nachbessern. Eine Mammutaufgabe, der die regionalen Händler zuversichtlich entgegensehen.

Ein kurzer Tastendruck, und das Update geht los: So simpel wie die Umrüstung von deutschlandweit 2,4 Millionen VW-Fahrzeugen technisch werden soll, ist der Weg dorthin nicht gewesen. Erst nach großem Hin und Her hat das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg am späten Mittwochnachmittag nun doch die Freigabe für die größte Rückrufaktion in der VW-Geschichte gegeben. Zuvor hatte Volkswagen wohl vorschnell den Startschuss gegeben und erste Fahrzeuge bereits nachgebessert. Dies ist notwendig, nachdem der Autokonzern eingeräumt hatte, Abgas-Tests bei Dieselfahrzeugen manipuliert zu haben.

Nun können sich die 2173 bundesweit autorisierten VW-Partner auf die ersten Termine zur Umrüstung einstellen. "VW wird die Halter entsprechend informieren", teilt die Flensburger Behörde KBA mit. Den Anfang macht der Geländewagen Amarok. Halter anderer Modelle müssen sich dagegen teilweise bis in den Herbst gedulden. Eine Mammut-Aufgabe für die Werkstätten, kommen doch auf jedes autorisierte Autohaus rein rechnerisch 1100 Fahrzeuge zur Nachbesserung zu. Umso vorsichtiger äußern sich die Volkswagen-Händler auf Anfrage.

In der Region Trier sind sie dennoch zuversichtlich, die zusätzlichen Termine unter einen Hut zu bekommen und zügig abzuarbeiten. "Es wird keinen Engpass geben, denn wir haben mehrere Testgeräte und ausreichend geschulte Mitarbeiter", sagt Manfred Dahm, Geschäftsführer des Volkswagen Zentrums Trier. Er sehe auf sich und seine Mitarbeiter keine Probleme zukommen. Auch Michael Flegel, Geschäftsführer der Automobilwelt Eifel-Mosel in Bitburg, bereitet die Rückrufaktion keine Kopfschmerzen. "Da die Aktion in Wellen übers ganze Jahr verteilt läuft und jeder Kunde ohnehin eine Termin abmachen muss, ist auch kein Stau zu erwarten", sagt er zuversichtlich.