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Wann wird's mal wieder richtig Winter in der Region? - Betreiber der Skianlagen hoffen auf Wetterwechsel

Wann wird's mal wieder richtig Winter in der Region? - Betreiber der Skianlagen hoffen auf Wetterwechsel

Ist das mild! So denken derzeit viele Menschen in der Region, darunter die Liftbetreiber in der Eifel und im Hunsrück. Das Frühlingshafte ist aber wohl bald vorbei.

Während es derzeit in den USA bis zu minus 40 Grad werden sollen, der Region lässt der Winter auf sich warten. Klaus Hepp, seit 17 Jahren Leiter des Wintersportzentrums Erbeskopf (Hunsrück), sieht dennoch "keinen Grund zur Panik". In der letzten Saison sei der richtige Winter mit 60 Schneetagen auch erst Ende Januar 2013 gestartet. Da es derzeit keinen Liftbetrieb gebe, entstünden auch keine Kosten, denn man arbeite nur mit Saisonkräften. "Eine Spitzensaison wird das aber wohl nicht mehr", sagt Hepp. Derzeit kann nicht einmal der Hang beschneit werden.

Auch in der Ski- und Snowboardscheune Kleinich bleiben die Mitarbeiter noch cool. Dort versorgen sich Erbeskopf-Skifahrer mit passender Kleidung und Leih-Ausrüstungen. "Im Moment hätten wir Mühe, sie überhaupt auszustatten", sagt Geschäftsführerin Janina Riepe. Sie verweist auf zahlreiche Kunden, die sich für den Jahreswechsel-Urlaub in den Alpen eingedeckt haben. Aber ab Mitte Januar, sagt Riepe, "können wir Schnee auf dem Erbeskopf gut gebrauchen".

Null Lifttage, das gilt bisher auch im Wintersportgebiet am Schwarzen Mann bei Prüm. Das heißt auch: keine Einnahmen. Im Frühjahr 2013 waren es bei etwa zwei Wochen Pistenbetrieb immerhin 18.400 Euro, sagt Anton Karp von der Verbandsgemeinde (VG) Prüm. Allerdings zahlt die VG drauf: Mehr als 80.000 Euro kostet die Kommune das Wintersportgebiet jährlich. Weiteres Problem am Schwarzen Mann: Dort gibt es keine Schneekanonen wie in der Wolfsschlucht, die vom Prümer Ski-Klub betrieben wird. Wenn die Temperaturen tagsüber mindestens bei null Grad seien, dann wäre dort was möglich, sagt Geschäftsführer Reiner Schneider.
TV-Wetterexperte Dominik Jung sieht zumindest diesen Trend: In der zweiten Januarhälfte dürfte es deutlich kühler werden als heute und bis Donnerstag - da soll es in der Region noch zwischen sechs und elf Grad warm sein. Der Meteorologe erklärt die milden Temperaturen und das regnerische Wetter so: Atlantische Tiefs rauschten mit Westwind auf den europäischen Kontinent zu, stürmische Ausläufer streifen auch die Region zwischen Eifel und Hunsrück.

Wenn bald wieder mehr Kaltluft aus dem Osten die Region erreicht, heißt das laut Jung aber nicht, dass dann auch der Schnee dabei sein wird, den viele jetzt vermissen. cb/DiL/fpl/oht

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