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Warnstreiks im öffentlichen Dienst gestartet

Warnstreiks im öffentlichen Dienst gestartet

Die Warnstreiks im öffentlichen Dienst haben am Mittwochmorgen wie geplant begonnen. Gegen 7 Uhr befanden sich bereits rund 200 Beschäftigte, überwiegend aus dem Bereich der Straßen- und Autobahnmeistereien, im Ausstand, berichtete Verdi-Sprecher Jürgen Dehnert.

(dpa/cus) Schwerpunkte der Warnstreiks lägen am Morgen um Kaiserslautern und Ludwigshafen. Insgesamt rechnet die Gewerkschaft damit, dass etwa 2000 Landesbeschäftigte am Mittwoch ihre Arbeit niederlegen, auch in Trier.

Die Gewerkschaften Verdi, GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) und GdP (Gewerkschaft der Polizei) rufen dazu unter anderem die Tarifbeschäftigten in Landesverwaltungen, Straßenmeistereien und Schulen auf. Nicht betroffen sind kommunale Beschäftigte wie Erzieher in Kindergärten und städtische Verwaltungsmitarbeiter.

Zudem sind im Tarifstreit bei der Telekom heute etwa 1000 Mitarbeiter an allen Standorten in Rheinland-Pfalz zum ganztägigen Warnstreik aufgerufen.

"Wir wollen Flagge zeigen, um die Ernsthaftigkeit unserer Forderungen zu untermauern", sagt Detlef Schieben, Verdi-Bezirksgeschäftsführer Trier, im TV-Gespräch. In Trier sind unter anderem die Verwaltungen und technische Mitarbeiter von Uni und Fachhochschule, Studierendenwerk und Landesuntersuchungsamt betroffen. Schieben rechnet mit rund 200 Teilnehmern.

Forderung: 50 Euro und drei Prozent mehr

Hinzu kommen Lehrer, die keine Beamten, sondern Angestellte sind. "Es geht unter anderem um eine Entgeltordnung zur Eingruppierung der Lehrkräfte", sagt GEW-Bezirksgeschäftsführer Udo Küssner. Die GEW organisiert eine Busfahrt von Trier nach Mainz zur zentralen Kundgebung am Mittwochnachmittag vor dem Landtag. Aus welchen Schulen sich Lehrkräfte beteiligen und ob deshalb Unterricht ausfällt, steht noch nicht fest.

Polizisten dürfen als Beamte zwar nicht streiken. Die GdP vertritt jedoch auch angestellte Mitarbeiter der Polizeiverwaltungen.

Im Tarifkonflikt fordern die Gewerkschaften ein Plus von monatlich 50 Euro und darüber hinaus eine Erhöhung von Löhnen und Gehältern um drei Prozent. Die Arbeitgeber haben bisher kein Angebot vorgelegt. Ihr Verhandlungsführer, Niedersachsens Finanzminister Hartmut Möllring (CDU), hält die Forderung angesichts leerer Kassen für überzogen. Die dritte Verhandlungsrunde ist für nächsten Mittwoch in Potsdam geplant.

Verdi