Warum Verbraucher mehr für Milch, Butter und Quark bezahlen müssen

Warum Verbraucher mehr für Milch, Butter und Quark bezahlen müssen

Die Verbraucher müssen mehr für Milch, Butter, Schlagsahne und Quark zahlen. Die Preise könnten auf diesem Niveau verharren, da die Nachfrage nach Milch, vor allem in Asien, hoch ist. Die Bauern in der Region würden profitieren.

Den Kampf auf dem deutschen Milchmarkt hat so mancher Verbraucher bei seinem Einkauf schon bemerkt. , bei Schlagsahne und Quark ist der Preisanstieg recht moderat. Rund fünf Cent mehr kostet der Liter Milch inzwischen, das Päckchen Butter kostet durchschnittlich 1,15 Euro nach zuletzt 0,95 Euro.
Für die fast 3700 Milchbauern in der Region ist die Entwicklung wirtschaftlich entscheidend: Im September bekamen die Landwirte 27 Cent für den Liter Milch. Bei den hohen Futtermittelpreisen und Energiekosten konnten sie damit kaum kostendeckend wirtschaften, heißt es beim Bundesverband Deutscher Milchviehhalter. Inzwischen erhalten die Milchbauern der Hochwaldmolkerei (Thalfang, Kreis Bernkastel-Wittlich) und Arla Foods (Pronsfeld, Eifelkreis Bitburg-Prüm) gut 34 Cent für den Liter Milch. Mit Qualitätszuschlägen verdienen viele Landwirte noch einige Cent mehr je Liter. Experten gehen davon aus, dass der Milchpreis auf die 40-Cent-Grenze zusteuert.

Die Gründe für den Preisanstieg sind vielschichtig. In dem langen und kalten Winter haben die Kühe weniger Milch gegeben als in anderen Jahren. Auch weltweit ist die Milchproduktion geringer ausgefallen. Vor allem die Dürre in Neuseeland führt dazu, dass die Nachfrage nach europäischer Milch für den Weltmarkt steigt. Die beiden Molkereien in der Region setzen auf Export und wollen sich mit millionenschweren Investitionen weiter vom Einfluss des deutschen Lebensmittelhandels abkoppeln.

"Der Export ist seit Jahren für uns ein wichtiges Standbein", sagt Karl-Heinz Engel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hochwald Foods GmbH. Rund 40 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet die Hochwald-Molkerei im Ausland. Auch Arla Foods (Pronsfeld) hat den Auslandsmarkt mit im Fokus. Bis 2016 will der Konzern seinen Umsatz in China auf dann 500 Millionen Euro verfünffachen.