WASG will rasche Fusion

MAINZ. (win) Die geplante Fusion von WASG und Linkspartei/PDS wird für die Wahlalternative in Rheinland-Pfalz nach Überzeugung des stellvertretenden WASG-Landesvorsitzenden Harald Jürgensonn nicht zur Zerreißprobe wie in Berlin oder Mecklenburg-Vorpommern.

Der von der Bundespartei am Wochenende in Ludwigshafen beschlossene forcierte Zusammenschluss ist laut Jürgensonn ohnehin politische Linie des Landesvorstands. Er schloss allerdings nicht aus, dass einzelne Mitglieder dem Schritt nicht folgen werden. Die WASG hat derzeit rund 750 Mitglieder, die Linkspartei rund 400. Jürgensonn rechnet damit, dass nach einer Fusion insgesamt 900 bis 1000 Mitglieder mit in die neue Partei, vermutlich mit dem Namen "Die Linke", wechseln. Man arbeite bereits derzeit in aller Ruhe und sehr kooperativ zusammen, einschließlich gemeinsamer Vorstandssitzungen, sagte der Parteivize. Der rheinland-pfälzische Landesverband hatte bereits die Urabstimmung für eine Fusion mit angeschoben. Trotz des mit 2,5 Prozent Stimmenanteil im März deutlich gescheiterten Einzugs in den Mainzer Landtag wertet die WASG das Ergebnis als Bestätigung für die Verbindung mit der Linkspartei. Der Landesverband hält zudem ein Vorziehen der Fusion um ein halbes Jahr auf Anfang 2007 für problemlos. "Die Argumente sind alle ausgetauscht", sagte Jürgensonn, der für Oskar Lafontaine als Parteichef plädiert. Unterdessen ist der Geschäftsführer der WASG im Saarland, Franck Unterschemmann, zurückgetreten. Er könne die Beschlüsse des Ludwigshafener Parteitags nicht mittragen, hieß es.

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