Wegen kinderpornografischer Schriften - Strafbefehl gegen Trierer Diakon erlassen

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Im Fall eines seit Februar laufenden Ermittlungsverfahrens gegen einen katholischen Diakon wegen Besitzes kinderpornografischer Schriften hat das Trierer Amtsgericht einen Strafbefehl erlassen. Das bestätigte Direktor Albrecht Keimburg unserer Zeitung.

Danach soll der zuletzt in einem Trierer Krankenhaus beschäftigte Mann auf Antrag der Staatsanwaltschaft eine Geldstrafe von 3200 Euro zahlen. Akzeptiert der Diakon den Strafbefehl, ist die Sache juristisch erledigt. Andernfalls kommt es zum Prozess.

Die Trierer Ermittler waren dem Mann durch eine Mitteilung amerikanischer Fahnder auf die Schliche gekommen. Auf dem Rechner des Mannes waren laut Keimburg insgesamt 30 kinder- und jugendpornografische Dateien gefunden worden. Er hatte nach Bekanntwerden der Vorwürfe von sich aus die Klinik über die laufenden Ermittlungen informiert und war daraufhin direkt freigestellt worden. Nach Angaben einer Sprecherin gab es keine Anhaltspunkte dafür, dass der Mann sich bei der Ausübung seines Berufs strafbar gemacht habe. Ähnlich hatte sich im März auch das Bistum geäußert.

In einem anderen Fall dauern die Ermittlungen derweil noch an. Seit April wird gegen einen Ruhestandspriester aus der Region wegen möglichen Missbrauchs eines Minderjährigen ermittelt. Das Geschehen soll nach Angaben der Staatsanwaltschaft über ein Jahrzehnt zurückliegen.

Seit die angeblichen Übergriffe bekannt wurden, darf der Ruhestandsgeistliche keine Gottesdienste mehr halten. Gegenüber dem Bistum hatte der Priester die Vorwürfe zurückgewiesen.

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