Weltjugendtag in Krakau: "Als wir die Hymne gesungen haben, gab es viele Tränen"

Weltjugendtag in Krakau: "Als wir die Hymne gesungen haben, gab es viele Tränen"

Ein bewegendes Glaubensfest ist der Weltjugendtag im polnischen Krakau auch für 400 Pilger aus dem Bistum Trier gewesen. Christine Wendel von der Pressestelle des Bistums Trier hat vor Ort Eindrücke von jungen Teil´nehmerinnen aus dem Eifelkreis Bitburg-Prüm zusammengetragen.

Ein großes Fest sei es gewesen, sagt Angelina Pfeil (20) aus Meckel. "Wir haben so viele Menschen aus verschiedenen Ländern getroffen - und mit ihnen unseren Glauben teilen können", sagt die junge Frau. "Die Stimmung war super." Insgesamt waren rund 400 junge Menschen mit dem Bistum Trier vom 26. bis 31. Juli zum Weltjugendtag nach Krakau gefahren. 150 von ihnen waren bereits eine Woche vorher zu den Tagen der Begegnung nach Oppeln gereist. Dort lebten sie in Gastfamilien, lernten Land, Leute und den Glauben in den Pfarreien vor Ort kennen.

"Wir wurden so lieb von den Gastfamilien empfangen", beschreibt Lena Steichen (19) aus Ferschweiler ihre Begeisterung an den Tagen der Begegnung. "Als wir am letzten Abend getanzt und die Hymne des Weltjugendtages gesungen haben, da gab es viele Tränen." Das sei sehr bewegend gewesen. Beim Weltjugendtag selbst wird ihr die Vigilfeier mit Papst Franziskus besonders in Erinnerung bleiben, nach der Hundertausende von Menschen auf freiem Feld übernachtet hatten. Und anschließend die Abschlussmesse mit dem Papst. "Ich möchte auf jeden Fall noch mal zum Weltjugendtag", sagt sie. "Es war eine so coole Stimmung. Wir hatten Spaß."Vigilfeier als Höhepunkt

Zieht eine positive Bilanz: der Trierer Bischof Stephan Ackermann mit Pilgerhut am Weltjugendtag in Krakau. Foto: (g_pol3 )

Sehr gut gefallen hat das Glaubensfest in Polen auch Antonia Kölsch (19) aus Eisenach. "Es sind so viele Menschen hier, die alle einen gemeinsamen Glauben haben." Das habe ihr noch mal Bestärkung gegeben.
Neben den Tagen der Begegnung war auch ihr Höhepunkt die Vigilfeier. "Als alle ihre Isomatten ausgebreitet und dann gesungen haben, das gab ein großes Gemeinschaftsgefühl." Und natürlich sei es auch sehr schön gewesen, den Papst zu sehen. Auch sie würde gerne wieder am nächsten Weltjugendtag teilnehmen.

Eine "intensive Erfahrung" sei der Weltjugendtag gewesen, sagt auch der Trierer Bischof Stephan Ackermann, der mit Weihbischof Jörg Michael Peters die Pilger aus dem Bistum Trier begleitet hatte. Besonders beeindruckt habe ihn, "mit welcher Hingabe, Konstitution und mit welchem Interesse die jungen Leute bei der Katechese dabei waren". Sie hätten eine "große Offenheit und Bereitschaft" für die Fragen des Glaubens gezeigt. Und zum Weltjugendtag gehöre natürlich dazu: "Die Gemeinschaft international zu erleben" - und mit verschiedenen Nationen und Kulturen den Glauben zu leben. Das sei gelungen.

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