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Wenn der Maibaum wieder steht und etwas passiert, kann es Ärger mit der Versicherung geben

Wenn der Maibaum wieder steht und etwas passiert, kann es Ärger mit der Versicherung geben

In vielen Orten der Region gehört das Aufstellen des Maibaums zum festen Veranstaltungskalender. Doch selbst für solche Traditionsveranstaltungen gibt es Vorschriften – auch was den Versicherungsschutz angeht.

"Wenn der Maibaum wieder am Dorfplatz steht": Vielerorts dürfte heute wieder der Song der Volksmusikband Voxxclub ertönen. Das Aufstellen des Maibaums ist in vielen Dörfern der Region Tradition. Doch wir wären nicht in Deutschland, wenn es selbst dafür keine genauen Vorschriften gäbe.

Etwa wie der Maibaum gesichert sein muss. Wird die sogenannte Verkehrssicherungspflicht fahrlässig verletzt, und es kommt jemand etwa durch einen umstürzenden Maibaum zu Schaden, dann gilt Paragraf 823 des Bürgerlichen Gesetzbuches, wonach der Verursacher dafür schadenersatzpflichtig ist.

Damit stellt sich die Frage des Versicherungsschutzes beim Maibaumaufstellen. Sind automatisch alle Helfer versichert? Auch hier gilt die typische deutsche Antwort: "Im Prinzip ja, aber ..." Denn es hängt davon ab, wer den Auftrag für das Aufstellen gibt. Wenn etwa der Ortsbürgermeister die örtliche Feuerwehr oder einen Verein damit beauftragt, dann ist das über die Gemeindeunfallkasse versichert.

"Die Gemeinde muss dann die organisatorische Verantwortung übernehmen", sagt Jörg Zervas von der Unfallkasse Rheinland-Pfalz. Das Gleiche gilt auch, wenn die Feuerwehr alleiniger Ausrichter des Maibaumfests ist. Feuerwehrmitglieder sind auch über die Unfallkasse versichert.

Kein Versicherungsschutz beim Aufstellen des Maibaums bestehe, wenn einzelne Bürger losgelöst von der Gemeinde tätig werden. "Sie nehmen dann keine kommunale Aufgabe wahr", sagt der Experte. Selbst wenn Vereine das Aufstellen in Eigenregie verantworten, kann es Probleme geben. Die Mitglieder sind dann nicht unfallversichert. wie