1. Region
  2. Rheinland-Pfalz

Wenn Krankenbetten Mangelware sind

Wenn Krankenbetten Mangelware sind

Der Verein Meerfelder Seniorenhilfe und Krankenbettverleih ist eine Anlaufstelle für Menschen, die ein Pflegebett benötigen, von ihrer Krankenkasse aber keines erhalten. Zurzeit sind alle Betten verliehen, doch die Nachfrage steigt. Über "Meine Hilfe zählt" können TV-Leser dazu beitragen, dass Bedürftigen geholfen wird.

Meerfeld. Seit 1993 vermittelt der Verein Meerfelder Seniorenhilfe unbürokratisch und unentgeltlich Krankenbetten, Rollatoren, Rollstühle und Duschhocker an Bedürftige, die aus verschiedenen Gründen durch das Raster ihrer Krankenkasse fallen. "Seit der großen Krankenkassenreform vor rund zwei Jahren melden sich immer mehr Leute bei uns", sagt Ilona Schmitz, die erste Vorsitzende des Vereins.Hohe Hürden

Das Problem: Alle Betten sind bereits verliehen, und der in Rheinland-Pfalz einzigartige Verein finanziert sich ausschließlich aus Spenden und den Erlösen aus dem Verkauf eines Meerfelder Kochbuches. "So sind wir auf die Idee gekommen, uns beim TV zu melden", sagt Schmitz. Über die Spendenplattform "Meine Hilfe zählt" erhofft sich der Verein nun Unterstützung durch die TV-Leser, um möglichst vielen Bedürftigen, denen es an Geld für die Hilfsmittel fehlt, unter die Arme greifen zu können.Moderne Pflegebetten, deren Kopf- und Fußteil, sowie ihre Höhe mit Hilfe eines Elektromotors verstellbar sind, kosten rund 1500 Euro. "Geld, das viele Menschen einfach nicht haben", erzählen die sieben Damen des Vorstandes. Und die Hürden, ein dringend benötigtes Krankenbett von der Pflegekasse zu erhalten, liegen hoch: "Sie müssen nachweisen, dass sie Dreiviertel eines Tages im Bett verbringen", sagt Kerstin Ludwig. "Wenn Sie einen Unfall hatten und nur kurzfristig ein Pflegebett brauchen, haben Sie heutzutage praktisch keine Chance, es von der Kasse zu erhalten." Oft meldeten sich auch Menschen, die gar nicht krankenversichert seien. Hilferufe erreichen den Krankenbettverleih inzwischen aus der ganzen Region - die zurzeit 46 verliehenen Betten stehen in Wohnungen zwischen Bitburg, Trier und Ulmen. "Bei Anfragen prüfen wir unseren Bestand und versuchen, ein Bett, einen Rollator oder Krankenstühle zu vermitteln", sagt Ilona Schmitz. "Leider mussten wir in letzter Zeit viel zu oft absagen und die Leute auf einen späteren Zeitpunkt vertrösten", erzählt die Vorsitzende. "Es fehlt an Betten."Spätestens nach einer Verleihfrist von einem Jahr fragt der Verein telefonisch nach, ob ein Bett noch gebraucht wird. Der Verein mit seinen 15 Mitgliedern bemüht sich sehr, dem Bettenmangel entgegenzuwirken: Basare und Vereinsfeste bringen etwas Geld in die Kasse, und es gibt viele Menschen, die einen kleinen Betrag spenden, wenn sie eines der Betten zurückbringen. Ilona Schmitz: "Es kommen aber auch Spenden von Vereinen sowie von Privatpersonen. Sobald der Betrag für ein Pflegebett zusammengekommen ist, wird ein neues angeschafft." Um zwei weitere dringend benötigte Pflegebettenund einen Nachtschrank erwerben zu können, hat der Verein Meerfelder Seniorenhilfe bei "Meine Hilfe zählt" einen Bedarf von 2500 Euro angemeldet. 32 Prozent davon sind bereits gespendet worden, es fehlen noch 1696 Euro. Die Projekt-Nummer lautet: 10907.volksfreund.de/meinehilfeExtra

Per Banküberweisung an "Meine Hilfe zählt". Konto 220012 bei der Sparkasse Trier (BLZ 58550130) oder Konto 191919 bei der Volksbank Trier (BLZ 58560103). Im Verwendungszweck bitte immer die vier- oder fünfstellige Projektnummer angeben, damit die Spende auch dem gewünschten Zweck zufließen kann. Spenden ohne Projektangabe fließen in einen gemeinsamen Topf, der unter allen Initiativen verteilt wird. Falls eine Veröffentlichung des Spendernamens im TV gewünscht wird, bitte ein "X" auf dem Überweisungsformular eintragen. Bis zu einer Summe von 200 Euro wird der Einzahlungsbeleg als Spendenquittung anerkannt. Ist eine separate Quittung erwünscht, bitte Adresse angeben. Hat ein Projekt bereits vor Buchung der Spende das Spendenziel erreicht, kommt der Betrag anderen "Meine-Hilfe-zählt"-Projekten zugute. Online: Unter volksfreund.de/meinehilfe Projekt auswählen, Spendenbutton anklicken, abgefragte Daten eingeben. Jede Spende wird zu 100 Prozent weitergeleitet, der Trierische Volksfreund trägt die kompletten Transferkosten. DiL