Wer wird gefragt?

Auf zahlreichen Bus-Linien herrschen teils skandalöse Zustände: Frühe Abfahrtzeiten, Sitzplatzkämpfe, volle Busse. Aber auch die Kommunikation scheint bei der "Schülerbeförderung" zu kranken.

Trier. In Paragraf 69 des rheinland-pfälzischen Schulgesetzes heißt es, dass die Aufgabenträger den Fahrplan und die Linienführung im Benehmen mit den Gemeinden und Verbandsgemeinden (VG), aus deren Gebiet die Schüler kommen, festlegen sollen. Auch soll den Schulleitern und Schulelternbeiräten Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben werden. Doch die Praxis dieser "Soll-Vorschrift" sieht offenbar meist anders aus: "Es hat nie stattgefunden", sagt Bernhard Hügle, Schulleiter des Auguste-Viktoria-Gymnasiums in Trier. Horst Walsch, Büroleiter der VG-Verwaltung Schweich betont, dass die Schülerbeförderung Sache der Kreisverwaltung sei. Bürgermeister Michael Hülpes (VG Hermeskeil) hingegen spricht von kurzen Wegen zu den Busunternehmen, und "die Zusammenarbeit funktioniert sehr gut". "Bisher hat eine Beteilung leider nicht stattgefunden" beklagt Rudolf Merod, Vorstandsmitglied des Landeselternbeirats. Aber erfreulicherweise gebe es jetzt Bestrebungen, dass sich alle an einen Tisch setzen werden. Merod: "Nur so können Verbesserungen für die Schüler in der Region Trier erzielt werden." Morgen, 20. November, 19.30 Uhr, findet in der ICV-Halle in Schweich-Issel das TV-Forum zum Thema "Missstände in Schulbussen" statt. Podiums-Teilnehmer sind: Franz-Josef Schmidt vom Landesbetrieb Mobilität, VRT-Geschäftsführerin Veronika Zänglein, Landrat Günther Schartz, Herbert Fuss vom ADAC-Mittelrhein, Alexander Marcus, Chefarzt der Kinder- und Jugendpsychiatrie Mutterhaus sowie Miriam Lörz, Vorsitzende des Regionalelternbeirats.