Rund ums Fest Sturm und Regen statt Eis und Schnee – So wird das Wetter an Weihnachten

Update · Das wird wohl nichts mit weißen Weihnachten – dafür soll es regnen und stürmen. Die Prognose für die kommenden Tage mit Blick auf die Pegelstände der Flüsse.

In Teilen von Deutschland sind weiße Weihnachten möglich.

In Teilen von Deutschland sind weiße Weihnachten möglich.

Foto: dpa/Sebastian Willnow

Update vom 23. Dezember: Als Weihnachtsgeschenk gibt es eine „Dauerregenlage“

Kurz vor Heiligabend ist die Hoffnung auf Weiße Weihnachten geschwunden. Was der Deutsche Wetterdienst (DWD) für Rheinland-Pfalz und das Saarland angekündigt hat, klingt dagegen eher nicht so festlich: „Voraussichtlich bis Heiligabend hat sich örtlich eine Dauerregenlage eingestellt.“

Der 24. Dezember laut DWD zusammengefasst: Teils kräftiger Regen, Wolken, sechs bis elf Grad, mäßiger Wind mit starken bis stürmischen Böen oder Sturmböen. Am ersten Weihnachtsfeiertag soll es ähnlich weitergehen und es kann sogar noch wärmer werden bei Höchstwerten von 10 bis 13 Grad. Am zweiten Weihnachtsfeiertag soll es bewölkt und gelegentlich etwas regnerisch bei Temperaturen zwischen 7 und 12 Grad werden. Dazu sagt der DWD mäßigen Wind vorher, anfangs noch mit starken bis stürmischen Böen, aber dann nachlassend.

Ein besorgter Blick galt wegen des vielen Regens zuletzt auch den Flüssen. Laut Hochwassermeldedienst soll die Mosel noch bis zum Abend des 23. Dezember auf bis knapp sechs Meter – der Meldehöhe – ansteigen, in der Nacht auf Heiligabend aber wieder leicht fallen. Sauer, Kyll, Salm und Lieser sollen den Voraussagen zufolge unter dem Pegelstand eines zweijährigen Hochwassers bleiben (Stand: 23. Dezember, 17 Uhr).

Update vom 20. Dezember: „Turbulente Feiertage“ statt weiße Weihnachten

Es bleibt dabei: Das wird wohl nichts mit weißen Weihnachten in diesem Jahr. Stattdessen: Temperaturen bis zu zehn Grad oder teilweise sogar drüber, Regen, Wind, Sturm. Und weiterhin die Prognose, dass dadurch auch die Pegel der Flüsse steigen könnten. Meteorologe Dominik Jung vom Wetterdienst Q.met. erwartet an der Mosel aber zumindest kein großes Hochwasser.

Eine Gefahr ist jedoch der Wind. Jung rechnet in den kommenden Tagen mit Windgeschwindigkeiten von 70 bis 80 Stundenkilometern. Schon ab dem Donnerstag vor Weihnachten, dem 21. Dezember, kann es laut dem Meteorologen mit Orkanböen losgehen. Das könnte vor allem auf den Höhen dazu führen, dass Bäume umfallen. Denen bietet das durchnässte Erdreich nämlich nicht mehr genug Halt. Jung spricht von „turbulenten Feiertagen“, die auf uns zukommen können.

Schnee gibt es nur weiter weg und weiter oben. Im Schwarzwald sind die Höhen vereinzelt weiß. Wer Ski fahren will, muss noch höher hinaus Richtung Alpen. Laut Jung herrschen ab 1500 Metern gute Bedingungen, zum Beispiel auf der Zugspitze, in Oberstdorf oder im österreichischen Kleinwalsertal.

Update vom 18. Dezember: Weiße Weihnachten sind abgesagt

Inzwischen sprechen die Wetter-Experten nicht mehr von Chancen auf weiße Weihnachten. Die Frage ist nun eher, ob der erwartete Regen zum Problem wird. Über die Feiertage könnten die Pegel der Flüsse sehr deutlich ansteigen, warnt Meteorologe Dominik Jung vom Wetterdienst Q.met.

„Im Dezember wird es in Deutschland offenbar keine tief verschneiten Landschaften mehr geben. Der Dezember-Winter fand offenbar zum Monatsstart statt“, meint Jung. Stattdessen sei bereits vor den Weihnachtstagen mit viel Wind, Sturm und Regen zu rechnen. In einem Zeitraum von zehn Tagen könnten jetzt verbreitet mehr als 100 Liter pro Quadratmeter fallen. Besonders im Blick hat der Meteorologe dabei den Rhein und seine Nebenflüsse. Ein erster und nur leichter Anstieg der Mosel-Pegel wird von der Hochwasservorhersagezentrale Rheinland-Pfalz für Dienstagabend, den 19. Dezember, prognostiziert.

Die Temperaturen in Deutschland sollen sich nun weiterhin über dem Gefrierpunkt einpendeln. Teils sind sogar zweistellige Höchstwerte möglich. Ab Donnerstag kann es laut Jung mit Orkanböen losgehen. Das stürmische Wetter würde somit pünktlich zum Reiseverkehr vor Weihnachten einsetzen.

Update vom 14. Dezember: Was sagt der Wetter-Trend über weiße Weihnachten?

Inzwischen bietet auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) einen vorsichtigen Ausblick für den 24. Dezember an. Noch ist es nur eine Trendprognose, die keine konkreten Temperaturaussichten nennt. Aber die wenigen Worte des DWD verraten schon viel darüber, was die Meteorologen über die Chance auf weiße Weihnachten erwarten. „Wechselhaft, teils stürmisch und im Bergland wieder winterlich“, lautet die komplette Vorhersage.

Bis zum 21. Dezember gibt es allerdings konkretere Prognosen. Demnach steigen die Temperaturen in Deutschland teils auf zweistellige Werte. Statt von Schneefall ist bis dahin eher von Regen die Rede. Für einen Wintereinbruch, der Deutschland weiße Weihnachten bringt, müsste es innerhalb kürzester Zeit einen drastischen Wetterumschwung geben. Nicht nur der DWD legt mit seinen Prognosen nahe, dass man damit wohl kaum rechnen kann.

Update: Vorhersage vom 12. Dezember

Die Wettervorhersage zeigt: Der Dezember hat auf mild umgeschwenkt. Die Temperaturen sind gestiegen. Damit bestätigen sich die langfristigen Prognosen, die Wetterexperten bereits im Sommer abgegeben hatten. Frost und Schnee sind nicht in Sicht. Bis Weihnachten bleibt es mehrheitlich mild. Aktuell müssen wir mit weiterem Regen rechnen, der die Flusspegel ansteigen lässt. Schlechte Nachricht für Wintersportfans: Die Zeichen für Weihnachten stehen im Moment mehr auf grün als auf weiß. Wettertrends aller Wettermodelle sagen milde und sogar stürmische Festtage voraus. Doch ein kleiner Hoffnungsschimmer bleibt. Zum zweiten Weihnachtstag könnte es in den höheren Lagen Schnee geben.

Update: Trend für weiße Weihnachten vom 8. Dezember

Die Wettervorhersage bleibt stabil. Das ist zunächst eine gute Nachricht für alle Autofahrer, die zum Fest auf frei befahrbare Straßen hoffen. Falls Sie sich aber weiße Weihnachten wünschen, sieht es in vielen Regionen schlecht aus.

Der Überblick des Portals wetter.de zeigt weiterhin eine Teilung Deutschlands. Im Westen und Norden wird zu Weihnachten wohl meist kein Schnee liegen bleiben. Das gilt nicht nur für die Region Trier und weite Teile von Rheinland-Pfalz. Auch im Saarland, in Nordrhein-Westfalen, in Niedersachsen und in Hessen wird die Wahrscheinlichkeit für weiße Weihnachten oft mit Null Prozent bewertet. In der Mitte, im Osten und im Süden haben größere Regionen eine Restchance auf Schnee. Richtig wahrscheinlich ist eine Schneedecke um den 24. Dezember aber nur in hohen Lagen.

Für alle Winter-Fans, die jetzt enttäuscht sind, sei aber gesagt: Es gibt immer noch die Chance, dass der strenge Winter in Skandinavien vor Weihnachten zu uns herüber schwappt. Das ist zwar sehr unsicher, gilt bei den Meteorologen aber als durchaus möglich (siehe Erstmeldung unten). Außerdem müssen die aktuellen Prognosen keineswegs bedeuten, dass überhaupt kein Schnee fällt. Es hängt ein bisschen davon ab, was genau man unter weißen Weihnachten versteht (siehe Info I). Man sollte in den niedrigen Lagen aber zumindest nicht damit rechnen, eine verschneite Winterlandschaft zu sehen.

Erstmeldung: Die Prognosen vom 6. Dezember

Schneechaos in Teilen Deutschlands – von dieser Meldung wurden in den ersten Dezembertagen viele Menschen überrascht. Im Süden Bayerns ging teils überhaupt nichts mehr voran. Die Deutsche Bahn geriet insgesamt in massive Schwierigkeiten angesichts der Witterungsverhältnisse. Der Winter hat Deutschland also definitiv erreicht, aber es bleibt die Frage, ob das Wetter auch an Weihnachten noch ähnlich aussehen könnte. Gibt es sogar weiße Weihnachten im Jahr 2023?

Die Meteorologen wollen sich mehr als zwei Wochen vor Heiligabend natürlich nicht exakt festlegen. Zu viel kann noch passieren, bis die Feiertage gekommen sind. Die Experten erklären aber, warum weiße Weihnachten möglich sind und was dafür passieren muss. Wohlgemerkt aber nicht für das ganze Land, denn die Wahrscheinlichkeit für Schneefall ist deutlich unterschiedlich verteilt.

Darum könnte es 2023 weiße Weihnachten geben

Zunächst wird es zwei Wochen vor dem Fest überhaupt nicht mehr nach Winter aussehen. Spätestens zum Wochenende des 9. und 10. Dezembers sind deutlich steigende Temperaturen vorhergesagt. Der Kälteeinbruch ist um diese Zeit zunächst beendet, zumindest für eine Weile.

Aus den verfügbaren Wetterdaten lesen die Meteorologen aber noch ganz andere Entwicklungen ab. Denn obwohl es in Deutschland zunächst wärmer wird, verweisen die Experten vom Portal wetter.com gleichzeitig auf die Daten im amerikanischen Wettermodell. Demnach wird es in Nordeuropa richtig kalt – und von dort könnte der Winter direkt zu uns hinüber ziehen. Es hängt alles davon ab, ob eine geeignete Strömung die kalten Luftmassen zu Weihnachten nach Deutschland treibt. Die Voraussetzungen für Schnee zum Weihnachtsfest sind „so gut wie schon lange nicht mehr“, meint wetter.com.

Auch wetter.de blickt nach Skandinavien und sieht die Chance, dass der richtig kalte Winter den Weg zu uns findet: „Eine Winddrehung und leise rieselt der Schnee zum Fest.“

Das Wetter zu Weihnachten in der Region Trier – wohl eher ohne Schnee

Das hört sich traumhaft an für alle, die sich endlich wieder weiße Weihnachten wünschen. Zumindest rund um Trier sollte man aber eher damit rechnen, dass der Schnee einen Bogen um die Region macht. Wer hier das Weihnachtsfest verbringt, hat eine Chance von Null Prozent, dass es verschneit sein wird. Das sagt aktuell die Prognose von wetter.de. In den höheren Lagen von Eifel und Hochwald liegt die Wahrscheinlichkeit ein wenig höher. Aber wie gesagt, die kalte Luft könnte in letzter Minute noch kommen und das Wetter verändern.

Wo sind weiße Weihnachten in Deutschland wahrscheinlicher?

Hohe Chancen auf weiße Weihnachten sieht wetter.de derzeit nur in Regionen, in denen man es schon vermuten könnte. Am ehesten wird das Wetter in hohen Langen wie im Erzgebirge, Fichtelgebirge oder dem Alpenraum mitspielen. Am wenigsten ist im Norden mit Schnee an Weihnachten zu rechnen.

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