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Windkraft aus Wäldern: Land will Standorte konzentrieren

Windkraft aus Wäldern: Land will Standorte konzentrieren

Das Land Rheinland-Pfalz fördert die Nutzung der Windenergie im Wald. Dafür stellt es den Kommunen Flächen für Windparks zur Verfügung und will Solidarpakte zwischen den Gemeinden mit finanziellen Mitteln unterstützen.

In Rheinland-Pfalz steht jede zehnte der insgesamt 1125 Windkraftanlagen im Wald, wo der Wind am stärksten bläst. Im Zuge der Energiewende will die rot-grüne Landesregierung das Installieren weiterer "weißer Riesen" vorantreiben. Deshalb beteiligt sich das Land ab sofort an kommunalen Solidarprojekten für Windräder im Wald.

Die staatliche Forstverwaltung sei bereit, für Windparks der Gemeinden geeignete Standorte zur Verfügung zu stellen, sagte Forstministerin Ulrike Höfken. Außerdem werde der Landesbetrieb Forsten bis zu einem Drittel der Pachteinnahmen an kommunale Solidarpakte abführen.

Die Solidarpakte sollen Lasten und Gewinne der Windkraftnutzung beispielsweise zwischen den Dörfern einer Verbandsgemeinde gerecht verteilen. So können auch Kommunen, die zwar Durchleitungen, aber keine Windräder haben, von den Pachteinnahmen profitieren. Es geht laut Höfken um eine sinnvolle Konzentration von Windrädern, um eine "Verspargelung" des Waldes zu verhindern.

Kommunale Solidarpakte zur Nutzung der Windkraft in Wäldern gibt es in unterschiedlicher Ausgestaltung etwa schon in den Verbandsgemeinden Rheinböllen, Kirchberg im Hunsrück und Emmelshausen. Das Land will die Gründung weiterer solcher Solidarpakte, wie sie auch in der windreichen Eifel in den Verbandsgemeinden Neuerburg und Hillesheim erwogen werden, unterstützen. Von den neuen Anlagen werden vor allem die Wald?eigentümer durch Pachteinnahmen profitieren. Rund die Hälfte der Wälder ist im Eigentum der Kommunen, je ein Viertel in staatlicher und privater Hand.

Der Gemeinde- und Städtebund begrüßt das Engagement des Landes als "wichtiges Signal an die Kommunen", sagt der Vorsitzende Aloysius Söhngen (CDU), Bürgermeister der Verbandsgemeinde Prüm. Ein "wildes Rennen um Standorte" werde dadurch unterbunden. Der Ausbau der Windkraft im Wald biete den Kommunen "ein zusätzliches wirtschaftliches Standbein".